Mitteilungsblatt März 2015

In Christo geliebte Gläubige!

Erzbischof Lefebvre hat nicht nur die Messe aller Zeiten bewahrt und weitergegeben, sondern auch ein tiefes Verständnis für das Messopfer vermittelt. Niemand hat die soziale Wirkung der hl. Messe und ihre Notwendigkeit für die Familien und die ganze Christenheit so verinnerlicht und verkündet. 

„Vom Kreuz her wird auch die während des heiligen Messopfers empfangene Gnade der Ehe die Christenheit, also die Herrschaft Jesu des Gekreuzigten [M1] in der Familie und in der Gesellschaft, aufbauen.“ (Erzbischof Lefebvre, Geistlicher Wegweiser)

Wenn das Kreuzes- und damit das Messopfer die Quelle der Tugend und der Heiligung für Familie und Gesellschaft ist, dann bringt seine Zerstörung den Niedergang der christlichen Kultur und der Familie sowie die Rückkehr des Heidentums mit sich.

Was den Opfercharakter der hl. Messe ausmacht, wurde in der Liturgiereform weggenommen. Statt die Erneuerung des Kreuzesopfers zu sein, ist die Eucharistie zu einem Gemeinschaftsmahl gemacht worden. Ist es dann verwunderlich, wenn das Neuheidentum in die christlichen Familien und Nationen immer mehr eindringt, sogar bis in die höchsten Ränge der Kirche, wie Bischof Athanasius Schneider es feststellt: „Eine solches, wenn auch nur vorläufiges Synodendokument ist eine wirkliche Schande und ein Hinweis auf das Ausmaß, in dem der Geist der antichristlichen Welt in so wichtige Ebenen des Lebens der Kirche eingedrungen ist… Ich weigere mich, mich dem neuheidnischen Geist dieser Welt anzupassen, auch wenn dieser Geist von einigen Bischöfen und Kardinälen verbreitet wird…“ (Interview in der polnischen Zeitschrift „Polonia Christiana“)?

Die Lösung muss man nicht neu erfinden. Es gibt kein anderes Heilmittel als das Kreuz Jesu und das wahre Messopfer. „Bewahren Sie dieses Testament unseres Herrn Jesus Christus, bewahren Sie die heilige Messe aller Zeiten! Dann werden Sie die christliche Kultur wieder aufblühen sehen, eine Kultur, die nicht für diese Welt ist, aber eine Kultur, aus der der katholische Staat hervorgeht, und dieser katholische Staat ist da, um die Stadt Gottes im Himmel vorzubereiten.“ (Erzbischof Lefebvre, Priesterjubiläum 1979)

Betrachten wir in diesem Monat, besonders in der Passionszeit, das Kreuzesopfer und bemühen wir uns, die hl. Messe noch mehr zu entdecken und hochzuschätzen. Gehen wir so oft wie möglich zur hl. Messe, bzw. vereinigen wir uns geistig mit der hl. Messe, leben wir die hl. Messe, indem wir aus der Kraft dieser Vereinigung mit dem Messopfer die Tugenden des Herzens Jesu und des Herzens Mariens im Alltag üben.

Der hl. Josef hat das Jesuskind, das Opfer des neuen und ewigen Bundes, treu und kostbar bewahrt. Möge er uns helfen, dieses Erbe zu bewahren, das wir von unserem Gründer erhalten haben: „Das Erbe, das Jesus Christus uns hinterlassen hat, ist Sein Opfer! Es ist Sein Blut! Es ist Sein Kreuz! Und das ist das Ferment der christlichen Kultur und dessen, was uns in den Himmel führen soll“ (ebd.).

Mit meinem priesterlichen Segen

Ihr Pater Firmin Udressy