So war die Altötting-Wallfahrt 2022

05. September 2022
Quelle: fsspx.news

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause fand die Altötting-Wallfahrt der Tradition 2022 wieder statt – mit ungebrochenem Zuspruch! Rund 800 Pilger trugen der Schwarzen Madonna ihren Dank und ihre Bitten entgegen. Trotzdem war dieses Jahr manches anders.  

Deshalb war nur eine Tagespilgerfahrt vorgesehen, die am Sonntag, dem 24. Juli mit dem gewohnten Wallfahrtsprogramm startete. Es galt für die Erwachsenen, die 27 Kilometer von Au nach Altötting zum Gnadenbild zurückzulegen. Auch für die Kinder wurde ein eigenes Kinder-Chapitre eingerichtet und so zogen die kleinen Pilger mit Gebet und Gesang auf dem 18. Kilometer langen Weg Richtung Altötting los.

Bereits am Freitag hatten sich einige KJBler auf den traditionellen Pilgerweg zur Schwarzen Madonna von Altötting begeben. Am Samstag stießen nochmals einige hinzu und so waren es knapp 40 Pilger, die gemeinsam, begleitet von Gebet, Vortrag und Gesprächen den längeren Weg gingen.

Um dennoch etwas Wallfahrtsatmosphäre aufkommen zu lassen, konnten alle Pilger bereits am Samstagabend zum gewohnten Zeltplatz anreisen und ihr Quartier dort aufschlagen. Dem kamen rund 140 Pilger nach. Am Abend wurde noch eine hl. Messe von Pater Johannes Rehm für die Wallfahrer und die Besitzer des Zeltplatzes zelebriert. Diese freuten sich, dass endlich wieder eine hl. Messe für sie auf heimischem Boden gefeiert wurde.

Anschließend versammelten sich die Pilger um ein Lagerfeuer.

In gewohnter Manier wurde am Sonntagmorgen bereits um 4.45 Uhr auf dem Zeltplatz geweckt. Ein Bus aus dem Allgäu kam am Morgen dazu und so machten sich knappe 230 Pilger nach dem Frühstück mit Kaffee, Tee und Marmeladenbrot um 6 Uhr auf den Weg.

Gemeinsam mit Pater Rehm, fünf Schwestern aus Göffingen und ihren Betreuern liefen die Kinder freudig und voller Eifer gegen 8 Uhr los.

In Heiligenstatt stießen erneut weitere Pilger hinzu – u. a. war ein Bus aus dem Allgäu gekommen – und so zogen nun etwa 350 Pilger singend und betend die letzten sieben Kilometer nach Altötting.

Bei der Abschlussmesse war der Zelebrant der Obere des deutschen Distriktes, Pater Stefan Pfluger, der in seiner Predigt die passenden Worte für die heutige Zeit fand und noch einmal daran erinnerte, wie wichtig das gemeinsame Gebet und vor allem die rechte Verehrung der von der Erbsünde bewahrt gebliebenen Mutter Gottes an so einem altehrwürdigen Marienwallfahrtsort doch sei.

Da die Gnadenkapelle derzeit generalsaniert wird, fanden sich nach der Messe die Pilger in der Stiftskirche zu einer gemeinsamen Andacht ein. Hier hat das Gnadenbild der Muttergottes vorrübergehend eine neue Heimat gefunden. Am Ende zählte man fast 800 Teilnehmer.

Auch wenn es „nur“ ein Tag der gewohnten Wallfahrt war, wäre er nicht ohne die zahlreichen Helfer und Wohltäter möglich gewesen. Ihnen sei hier auch noch einmal ein herzliches Vergelt’s Gott gesagt.

Die diesjährige kleine Wallfahrt war in dieser Zeit ein sehr gnadenreiches Ereignis und so bleibt die Hoffnung, dass nächstes Jahr wieder die große Wallfahrt von München nach Altötting stattfinden kann. Als Termin ist das Wochenende vom 21. bis 23. Juli 2023 geplant.