Schule St. Dominikus in Rheinhausen: „Jedes Kind ist ein einmaliges Geschöpf Gottes"

26. Oktober 2020
Quelle: Distrikt Deutschland

Ein Gespräch mit Mutter Maria Huber

Mitteilungsblatt: Die Schule Sankt Dominikus in Rheinhausen besteht nun schon seit acht Jahren. Was hat sich in dieser Zeit entwickelt? Könnten Sie uns einen kurzen Rückblick geben?

Mutter Maria Huber: Die Schule Sankt Dominikus wurde 2012 von unserer Kongregation, den Schul-Dominikanerinnen von Fanjeaux, gegründet.

Derzeit zählt die Kongregation 242 Schwestern und führt insgesamt 18 Schulen in drei Ländern: in Frankreich, den USA und in Deutschland.

Unsere Einrichtung in Rheinhausen umfasst inzwischen einen Kindergarten, eine Grundschule und die Klassen 5 und 6 der Realschule.

Bemerkenswert ist, wie viele junge Familien in die Nähe der Schule zogen, um unser pädagogisches Angebot in Anspruch nehmen zu können. Waren es im Gründungsjahr nur neun Schüler, die unsere Schule besuchten, so sind es in diesem Jahr über 60!

Mitteilungsblatt: Was charakterisiert die Schulen der Dominikanerinnen? Könnten Sie uns einige Ihrer Erziehungsprinzipien erläutern?

Mutter Maria Huber: Jedes Kind ist ein einmaliges Geschöpf Gottes. Es ist dazu berufen, bereits jetzt – und dann einst in der Ewigkeit – am Leben Gottes, an seiner Liebe teilzunehmen – das ist das Ziel seines Lebens.

Erziehung heißt also im Letzten: das Kind zu seinem eigentlichen und höchsten Ziel hinzuführen. Im Fach Religion werden die Kinder in diesem Sinne unterwiesen, das versteht sich. Hinzu kommt, dass auch die profanen Fächer in unseren Schulen im Lichte des katholischen und thomistischen Menschenbildes unterrichtet werden.

Eines unserer ersten Anliegen ist es, den Kindern eine echte Bildung zu vermitteln. Bildung heißt jedoch nicht mit Wissen, mit Kenntnissen übersättigen, sondern in erster Linie denken lernen. Ja, unsere Schüler sollen wirklich überlegen, abwägen und urteilen lernen.

Es gilt also, Geist und Seele zu den wahren Quellen zu führen, für das Gute, Wahre und Schöne zu öffnen, Verstand, Seele und Herz zu nähren, den Willen zu stärken. Dabei gehören Unterricht und Erziehung immer zusammen.

Mitteilungsblatt: Wie ist die aktuelle Situation Ihrer Einrichtung? Was können Sie darüber berichten?

Mutter Maria Huber: Sehr Erfreuliches! Die unmittelbare Nähe des Priorats St. Michael der Priesterbruderschaft St. Pius X. und die harmonische Zusammenarbeit mit den Patres sind ein Segen für uns und die Familien. Rund 40 unserer Schüler wohnen im Ort Rheinhausen. Sie kommen zu Fuß zur Schule und zur Kirche – sie sind also eingebettet in ein ganz natürliches Dorf- und Alltagsleben. 

Seit August ist auch unsere Schwesterngemeinschaft gewachsen: Wir sind nun acht Dominikanerinnen. Unterstützt von einigen Laien, kümmern wir uns um die fröhliche Kinderschar. Fröhlich sind sie, die Kinder, ja – und sogar dankbar! Wie sagten doch unsere Abgänger im vergangenen Jahr? „Wir werden die schöne Zeit in Rheinhausen niemals vergessen!“

Mitteilungsblatt: Welche Perspektiven gibt es für die Zukunft?

Mutter Maria Huber: Selbst nach acht Jahren Pionierarbeit wird „das Rad“ nicht stille stehen. Das Realschulgebäude soll erweitert werden. Der Baustart ist für 2021 geplant. Das bestehende Schulhaus kann nur die Klassen 5 und 6 beherbergen. Die Erweiterung des Gebäudes ist die erste Voraussetzung für die Weiterführung der Klassen bis zur Mittleren Reife.

Mitteilungsblatt: Wie kann man Ihrer Schule in Rheinhausen helfen?

Mutter Maria Huber: Die geistige Unterstützung und das Gebet stehen an erster Stelle. Sodann benötigen wir auch die materielle Hilfe unserer Wohltäter. Ohne Spenden können wir das Bauprojekt nicht verwirklichen.

   

Spendenkonto für den Schulbau in Rheinhausen:

Schulverein Prager Jesuskind e.V.

IBAN: DE15 6009 0100 0473 7610 09

BIC: VOBADESSXXX

Bitte unterstützen Sie den Erweiterungsbau der Schule in Rheinhausen mit einer Spende. Innigen Dank und Vergelt’s Gott!

Zur Person:

Mutter Maria Huber ist seit 2012 Oberin der Schwesterngemeinschaft und Schulleiterin der Schule Sankt Dominikus in Rheinhausen.