Schönenberg – eine lebendige Gemeinde

2019
Quelle: Distrikt Deutschland

Wer von „Schönenberg“ hört, denkt vermutlich an das St.-Theresien-Gymnasium sowie Kindergarten und Grundschule St. Albert im nahegelegenen Bröleck. Doch Schönenberg hat noch mehr zu bieten: zum Beispiel eine sehr lebendige Gemeinde mit vielen Kindern.

Allein fünfzehn Familien mit sechsundsechzig Personen, darunter dreiunddreißig Kindern, hatten sich für das Familientreffen am sonnigen 7. Juli 2019 in Schönenberg angemeldet. Nach einer sehr schönen Zusammenkunft am Fest der Heiligen Familie im Januar dieses Jahres wurde beschlossen, nicht wieder ein Jahr verstreichen zu lassen, um wieder zusammenzukommen. So war das Familientreffen bereits das zweite in diesem Jahr.

Und die Zahl der Gemeindemitglieder steigt. Besonders der Kindergarten und die Schulen locken immer mehr junge Familien, sich im Bröltal niederzulassen. Hier finden sie für ihre Kinder eine christliche Erziehung aus einem Guss. Bereits über zwanzig Kinder haben in den letzten zwei Jahren durch Zuzug hierher gefunden.

Natürlich bietet das St.-Theresien-Gymnasium gute organisatorische Voraussetzungen für Veranstaltungen aller Art, zum Beispiel eine Aula im Schulgebäude, die ausreichend Platz für so viele Teilnehmer bietet. Nach der hl. Messe in der Kirche Maria, Hilfe der Christen traf man sich also zum Essen am kalten Büffet. Alle Familien hatten dazu etwas beigesteuert; Kaffee wurde in der Schulküche gebraut. In der langen Schlange oder am Tisch kam man schnell miteinander ins Gespräch.

Um nach Herzenslust miteinander zu spielen und zu toben, lädt das im Grünen gelegene Schulgelände die Kinder geradezu ein. Während die kleineren Teilnehmer von Oberstufenschülerinnen des Theresien-Gymnasiums betreut wurden, Ball oder Verstecken spielten und Papierflieger bastelten, durften die größeren einen geistlichen Vortrag von Pater Hubert Vogt, Spiritual der Schule und zuständiger Gemeindepriester, hören. Da die Gnade auf der Natur aufbaut, ist es nicht nur für Priester, sondern auch für Eltern und Erzieher wichtig, Kenntnisse über die verschiedenen Anlagen des Kindes und des Jugendlichen zu besitzen. Daher hatte sich Pater Vogt dazu entschieden, den Erwachsenen einmal die klassische Lehre über die vier Temperamente und die Charakterlehre nach André Le Gall und René Le Senne vorzustellen (vgl. Abbé Alain Delagneau, Die christliche Erziehung, Sarto-Verlag, 2011).

Bei Kaffee und Kuchen konnte dann noch über das Gehörte gesprochen, Persönliches ausgetauscht, einander erzählt und miteinander gelacht werden. Bei so vielen helfenden Händen war am Ende schnell alles wieder aufgeräumt. Das Familientreffen schloss am Nachmittag mit einer Sakramentsandacht.  Vielleicht denkt, wer künftig von „Schönenberg“ hört, ja auch einmal darüber nach, sich ebenfalls hier niederzulassen?