Pater Udressy berichtet über die Entwicklungen im deutschen Distrikt im September

2018
Quelle: Distrikt Deutschland
Der deutsche Distriktobere, Pater Firmin Udressy

Der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Firmin Udressy, veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen kurze Aufzeichnungen von seiner Arbeit und von Ereignissen im deutschen Distrikt. Lesen Sie hier die „Distriktnotizen“ für den Monat September 2018.

1.–2. September

Unter dem Gebetsmotto: „Den Glauben bezeugen – den Glauben weitergeben“ sind ca. 1.000 Gläubige zu der jährlichen Nationalwallfahrt nach Fulda gekommen. Es ist ein sehr schönes Familienfest der Tradition. Mögen die allerseligste Jungfrau Maria und der hl. Bonifatius die Treue und Freude im Glauben erhalten.

9.–11. September

Nachdem im Sommer der Generalobere und sein Rat neu gewählt worden sind, begebe ich mich ins Generalhaus in Menzingen (bei Zug, in der Schweiz), um über die Arbeit im deutschen Distrikt Rechenschaft abzulegen.

14. September

In Schönenberg legt Schwester Maria Susanna ihre ewigen Versprechen ab. Bei seiner Ansprache an die Oblatinnen von Ecône am 10. April 1981 erklärte Erzbischof Lefebvre die Sendung der Oblatinnen:

Sie, liebe Schwestern, Gehilfinnen der Priester, Gehilfinnen nicht nur mit Ihren Händen, sondern auch mit Ihrer Seele, Ihrem Geist, Gehilfinnen des Priestertums, des Opfers unseres Herrn Jesus Christus, seines Kreuzes, der Ausbreitung seines Reiches, der Ausbreitung seiner Liebe, Sie werden sich in ganz besonderer Weise mit der allerseligsten Jungfrau Maria vereinen.

Wie sie werden Sie mit ihrem göttlichen Sohn mitleiden und so auf sehr wirksame Weise an der Erlösung der Seelen mitwirken, in dem Maße, wie Sie es können, in dem Maße, wie die göttliche Vorsehung Ihnen die Gnaden dazu gibt.

Auf diese Weise werden Sie sich tiefer mit dem Priestertum vereinen und dafür beten, dass diese Priester, dass diese Seminaristen, denen Sie dienen, wahre Priester werden, dass sie wahrhaft ein zweiter Christus werden, dass sie sich ihrerseits noch tiefer, noch vollkommener mit der Passion unseres Herrn Jesus Christus vereinigen …“

17.–18. September

Im Rahmen der jährlichen Visitation des Distriktes besuche ich mit Pater Fabian Reiser die Schule in Saarbrücken.

20. September

Pater Burkhard Kaldenbach hält das Requiem und die Beerdigung von Frau Sylvia Löbbert (geb. 1943). Sie verstarb sehr plötzlich am Fest Mariä Namen, im Monat der hl. Engel, zu denen sie eine innige Andacht pflegte. Ihr ist unsere Kapelle „Unbeflecktes Herz Mariens“ in Bodelsberg zu verdanken.

25. September

Heute findet das erste Priestertreffen des Schuljahres statt. Wir wollen mit Mut und Eifer an der Erneuerung Deutschlands arbeiten, nach dem Vorbild des hl. Petrus Faber (1506–1546), der sich als erster Jesuit im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation unermüdlich für den Glauben und die Seelen hingab:

Gott weiß, was ich in Speyer ausgestanden, wo ich gegen die Verzweiflung am Wohle Deutschlands anzugehen hatte. Schließlich bin ich zum Schluss doch zu recht zuversichtlichem Frohmut gekommen; ja ich sehe sogar ganz bestimmt, dass unser Herr uns dort noch viele Seelen bereithält, die geneigt wären, sich von uns schulen zu lassen …“ (Brief vom 7. November 1542) 29. September

Pater Michael Weigl, der seit August Prior in Saarbrücken ist, hat eine Feier zum 40. Jahre der Gemeinde von Saarbrücken organisiert. Mit der Assistenz von zwei ehemaligen Prioren, Pater Peter Lang und Pater Christian Schneider, darf ich das Hochamt halten. Saarbrücken ist unser zweitältestes Priorat und war bis ins Jahr 1984 sogar Distriktsitz.

Der Michaelstag ist der Tag der Brüder in der Priesterbruderschaft.

Da sie [die Brüder] Gott ihr ganzes Leben, ja alle ihre Handlungen durch Jesus Christus, insbesondere am Altar, dargebracht haben, müssen sie sich darum bemühen, den zutiefst übernatürlichen Aspekt ihres ganzen Lebens zu verstehen, was auch immer ihre äußere Tätigkeit sein mag. Sie sollen deshalb ihre unerschütterliche Freude, ihren fortwährenden Trost und ihre nie versiegende Gelassenheit in dieser Überzeugung und in dieser mehr himmlischen als irdischen Wirklichkeit finden. (Eigenregel der Brüder)