Pater Stefan Pfluger berichtet vom deutschen Distrikt im Januar

14. Februar 2020
Quelle: Distrikt Deutschland

Der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Stefan Pfluger, veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen kurze Aufzeichnungen von seiner Arbeit und von Ereignissen im deutschen Distrikt. Lesen Sie hier die „Distriktnotizen“ für den Monat Januar 2020.

26. Dezember

Am Fest des Erzmärtyrers Stephanus finden sich an den drei Orten Zaitzkofen, Porta Caeli und Jaidhof insgesamt 69 Männer ein, um die letzten fünf Tage des Jahres im Schweigen zu verbringen und den Exerzitien nach dem hl. Ignatius zu folgen. Welch eine Gnade, das Jahr auf diese Art zu beenden! Kann es eine bessere Vorbereitung auf das neue Jahr geben?

Ich wünsche mir, dass viele Leser sich von diesem guten Beispiel dazu anspornen lassen, im Jahr 2020 eines der vielen Angebote an Exerzitien zu nutzen. Alle, die offenen Herzens Exerzitien mitgemacht haben, können davon berichten, welche Wohltat dies für ihre Seele bedeutet hat. Wie Sie Ihrem Leib notwendige Ruhe und Nahrung nicht vorenthalten, so sollten Sie Ihrer Seele die Wohltat der Exerzitien gönnen!

18. Januar

Die Schülerinnen der obersten Klassen des St.-Theresien-Gymnasiums hören mit großem Interesse meinen Ausführungen zu. Ich kann ihnen im Rahmen eines Seminars zum Thema „Beziehungen und Reife“ einiges mitgeben, was für ihre nächsten Lebensjahre von großer Wichtigkeit ist. In fünf Einheiten gehe ich auf den Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit ein, auf das Wesen der Freundschaft, auf die Größe und Erhabenheit der Ehe, auf die persönliche Reife und auf den Unterschied in der Psychologie der Geschlechter.

19. Januar

Mit fast 140 Teilnehmern ist der Familiensonntag in Schönenberg sehr gut besucht. Auch aus Bonn und Köln, ja sogar von noch weiter her sind Familien hierhergereist. Nach dem Amt mit einer Predigt über die Hl. Familie als unser Vorbild sitzen alle gemütlich zusammen und stillen ihren Hunger. Im Vortrag gehe ich von der erschreckend hohen Anzahl junger Gläubiger aus, welche den Glauben und das christliche Leben über Bord werfen, und komme anhand von konkreten Zahlen zu dem Schluss, dass unsere Schulen und die Jugendarbeit in der KJB von ganz elementarer Wichtigkeit sind, dass es aber auch einen gewaltigen Einfluss auf die Glaubenspraxis der Kinder hat, ob sie ein harmonisches Elternhaus haben oder nicht.

20.–22. Januar

In einer sehr angenehmen Atmosphäre treffen sich die Prioren und Rektoren des deutschen Distrikts in Porta Caeli. Der gegenseitige Kontakt und Austausch ist sehr wichtig und stärkt den Zusammenhalt. Die konstruktiven Beratungen beschäftigen sich hauptsächlich mit den einzelnen Fragen in der Anwendung des „Handbuchs für den Prior“.

23.–26. Januar

Selbstverständlich muss ich auch das Priorat Göffingen kennenlernen. Einige Tage verbringe ich in Oberschwaben, nutze die Gelegenheit, mit Sr. Marie Jean, der Generaloberin der Schwestern der Priesterbruderschaft, zu sprechen, die gerade für die Visitation des Noviziats dort weilt. Ein Tag führt mich an die Grundschule St. Aloysius in Memmingen. Die Schüler stellen mir viele Fragen, sie machen mir einen aufgeweckten und sehr fröhlichen Eindruck. Am 26. Januar findet hier der Familiensonntag statt, dessen Ablauf dem in Schönenberg sehr ähnlich ist.

28. Januar

Um zum ersten Mal in diesem „Winter“ wirkliches Winterwetter zu erleben, muss ich mich nach Menzingen, ins Generalhaus der Priesterbruderschaft, begeben. Selbstverständlich ist das nicht der Grund meines Besuchs, aber es ist dennoch beeindruckend, einen solchen Schneesturm zu erleben. Der Generalobere, der Generalsekretär und -ökonom zeigen sich sehr interessiert an der Entwicklung unseres Wirkens im deutschen Distrikt.