Notizen des Distriktoberen aus seiner Arbeit im Monat April

2019
Quelle: Distrikt Deutschland

Der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Firmin Udressy, veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen kurze Aufzeichnungen von seiner Arbeit und von Ereignissen im deutschen Distrikt. Lesen Sie hier die „Distriktnotizen“ für den Monat April 2019.

1.–3. April
Pater Matthias Grün beherbergt uns sehr herzlich im Priorat St. Karl Borromäus von Oberriet (in der Schweiz). Insgesamt 15 Prioren aus der Schweiz und Deutschland sind zu einer gemeinsamen Fortbildung gekommen. Pater Stefan Frey, Distriktoberer von Österreich, eröffnet die Tagung mit einem Vortrag über Autorität und Vaterschaft. Pater Eberhard Repp schließt sie mit dem Bericht über seine 34-jährige Erfahrung als Prior.

12. April
Sieben Schmerzen Mariä. Patronatsfest der Schwestern der Bruderschaft St. Pius X., die täglich das Mitleiden der Gottesmutter mit den Schmerzen Jesu Christi am Kreuz betrachten. Unsere Schwestern beten für die Rettung der Seelen und die Heiligung der Priester. Welch wunderbare Berufung!

13.–20. April
Nachdem ich den Palmsonntag in der Kapelle von Letter (bei Hannover) feiere, verbringe ich die Karwoche im Priorat St. Athanasius in Stuttgart. Was für einen Reichtum enthalten die Zeremonien der Kirche! Insbesondere lässt uns die Kirche die Freude der Erlösung in der Osternacht in unseren Herzen erklingen. „Unbegreifliche Huld Deiner Liebe: Um loszukaufen den Knecht, hast Du hingegeben den Sohn. O Felix Culpa – o glückliche Schuld, die uns einen solchen Erlöser hervorgebracht hat!“

25. April
Die Bittprozession am Markustag fällt in die Osteroktav. Im Kompendium der christlichen Lehre des hl. Pius X. lesen wir: Die Prozessionen werden abgehalten, „um Gott zu versöhnen und ihn uns gnädig zu stimmen, damit er uns die Sünden verzeihe, uns vor seinen Strafen bewahre, die Früchte der Erde, die sich zu zeigen beginnen, segne und für unsere geistigen wie zeitlichen Bedürfnisse sorge. ... Die Prozession am Tag des hl. Markus und an den Bitttagen [vor Christi Himmelfahrt] sind uralt. Das Volk pflegte dabei barfuß mit wahrem Bußgeist und in sehr großer Zahl zusammenzuströmen und ließ jede andere Beschäftigung ruhen, um daran teilzunehmen.“

27. April
Vor fast 600 Gläubigen legen drei Schwestern der Bruderschaft St. Pius X. ihre ersten Gelübde ab und drei die ewigen Gelübde. Der Festtag endete mit der feierlichen Vesper in der Kirche in Göffingen.
Anschließend fahre ich mit Pater Niklaus Pfluger nach Weihungszell, wo wir im St.-Josef-Heim Pater Marcus Heggenberger besuchen. Auf Grund seiner Krankheit muss er schon im Pflegeheim leben. Er war 11 Jahre lang Distriktoberer in Deutschland und damit unser beider Vorgänger.