Heimatprimiz im Saarland

2018
Quelle: Distrikt Deutschland

Staunen stand am Samstag, dem 07. Juli, auf den Gesichtern all derjenigen geschrieben, die von nah und fern ins Köllertal gereist waren, um an der Heimatprimiz von Pater Christoph Maas teilzunehmen.

550 Gläubige aus dem Saarland und ganz Deutschland füllten die Turnhalle der Stadt Püttlingen, die am Vortag von den Gläubigen des Priorats St. Maria zu den Engeln in Saarbrücken, Verwandten und Freunden des Primizianten aufwändig für den Festanlass umfunktioniert worden war. Wo sonst Basketballkörbe und Fußballtore stehen, wo sonst Ringerturniere ausgefochten werden, stand ein großer Altar, über dem das KJB-Muttergottesbild von Erwin Schöppl prangte. Fahnen in allen Farben schmückten Halle und Vorplatz.

Unter Orgel- und Trompetenklang zogen Messdiener, Fahnen, Brüder, Seminaristen, Priester und natürlich die Primizbräute mit der Primizkrone vor dem Neupriester ein. Dem 25-jährigen Primizianten assistierten Pater Fabian Reiser als Presbyterassistent. Pater Kaldenbach, Prior des Priorates in Weihungszell, hielt die Festpredigt, in der er das Leben des hl. Christopherus (Christusträger) erzählte, der dem Neupriester ja als Vorbild stets vor Augen sein soll. Er scheute sich aber auch nicht, über das Kreuz zu sprechen, das das Leben eines katholischen Priesters allzeit begleitet. Die Seminarschola, deren Dirirgent der Primiziant mehrere Jahre war, sang das Proprium des Herz-Mariä-Sühnesamstages, und ein Projektchor umrahmte Messe und Andacht mit mehrstimmigen Gesängen.

Nach dem Hochamt gab es eine kurze Sakramentsandacht mit dem feierlichen Defensor-Segen mit der Monstranz, wie er nur in Trier, der ältesten Diözese Deutschlands, gespendet wird. Die Zeremonie fand dann ihren erhebenden Abschluss mit einem von Überstimmen überragten „Großer Gott, wir loben dich“.
Zum anschließenden Sektempfang erschallten schwungvolle Klänge von „Andys Band“, die angereist war. Sie besteht aus mehreren Mitglieder von Familien der Tradition. Viele drängten sich zum geschmückten, schattenspendenden Pavillon, in dem der Primiziant den Primizsegen erteilte.

In kürzester Zeit wurde inzwischen die Halle für das Festessen bereitet. Die Kirchenbestuhlung musste den blumengeschmückten Tischen weichen. Mehr als 500 Gäste labten sich am großen dreigängigen Buffet. Pater Christian Schneider, Rektor der erweiterten Herz-Jesu-Realschule in Fechingen, brachte in seiner Tischrede mehr als einmal die Zuhörer zum Lachen, nicht zuletzt mit ausgewählten Anekdoten aus der Schulzeit des Gastgebers. Einige Mitglieder der Militia Mariä, die im Priorat schon seit vielen Jahren aktiv ist, überreichten dem Primizianten als Geschenk ein Reisemessgewand. Frau Denise Klein, Beigeordnete der Stadt Püttlingen, überbrachte die offiziellen Grüße und Segenswünsche der Stadt Püttlingen und des Bürgermeisters Martin Speicher. Der Neupriester hob in seiner kurzen Rede besonders die Wichtigkeit der katholischen Schulen hervor, die zu seiner Berufung wesentlich beigetragen haben, aber auch das Vorbild der Priester, die ihn auf dem Weg zum Priestertum begleiteten.

Gestärkt an Seele und Leib, reisten die zahlreichen Gäste wieder ab, viele zur nächsten Primiz von Pater Tobias Zahner in Wil in der Schweiz, die am Sonntag stattfand. Das Priorat St. Maria zu den Engeln, aus dem der Neupriester stammt – hier wurde er getauft, empfing er die hl. Erstkommunion und die hl. Firmung –, feiert in diesem Jahr auch sein 40-jähriges Jubiläum.