Fronleichnam in Saarbrücken

15. Juni 2020
Quelle: Distrikt Deutschland

Mitte Mai stellte man sich im Saarbrücker Priorat die Frage: „Wie feiern wir dieses Jahr Fronleichnam?“ Klar war, dass man die Fronleichnamsprozession nicht in Verbindung mit der hl. Messe würde feiern können.

Die Prioratskapelle war unter Berücksichtigung der Infektionsschutzbestimmungen dafür viel zu klein. So beschloss man, am Morgen 3 hl. Messen anzubieten und für den späten Nachmittag die Fronleichnamsprozession in gewohnter Form beim Ordnungsamt zu beantragen.

Die erste Reaktion auf diesen Antrag war ein Anruf seitens der Behörde, ob man wirklich diesen Antrag aufrechterhalten wolle, eine Prozession mit 200 – 300 Personen abzuhalten. Nachdem der Prior dies bejaht hatte, hörte man bis 4. Juni nichts. Die Behörde war so belastet, dass man telefonisch nicht mehr durchkam. Am Montag, den 8. Juni, schickte der Prior dann ein Mail, worauf die automatische Antwort eintraf, dass die Bearbeitungszeiten aufgrund der besonderen Situation länger seien. Also versuchte man es auch noch per Fax.

Am Dienstag traf dann die ersehnte Genehmigung ein. Mit ausschlaggebend dürfte es gewesen sein, dass der Trierer Bischof Ackermann grundsätzlich die Möglichkeit von Fronleichnamsprozessionen bei den Behörden erreicht hatte. Trotzdem gab es im Bistum fast keine Prozessionen.

Bei idealem Wetter konnte dann unter Einhaltung des Mindestabstandes und mit 25 Ordnern die Fronleichnamsprozession wie gewohnt abgehalten werden. Das war für die Priester und die Gläubigen des Priorates ein großer Trost in schwerer Zeit.