Einweihung des Hamburger Prioratsgebäudes

16. November 2022
Quelle: Distrikt Deutschland

Zum Christkönigstag 2022 war es endlich soweit, nach anderthalb Jahren Bauzeit wurde das neue Hamburger Prioratsgebäude, welches durch so viele Spenden und vereinte Kräfte der Gläubigen wie der Bruderschaft ermöglicht worden ist, durch den Distriktoberen P. Pfluger eingeweiht.

Diese anderthalb Jahre haben der Hamburger Gemeinde viel abverlangt. Nicht nur wechselten während der Bauzeit die Orte, an denen die sonntägliche Messe zelebriert werden konnte, die auferlegten Beschränkungen begrenzten auch die Möglichkeiten des regelmäßigen Messbesuchs, zumal die Zahl der Gläubigen während der Coronakrise deutlich anwuchs.

Die Früchte dieser entbehrungsreichen Zeit wurden nun zum Christkönigsfest in ihrer ganzen Fülle offenbar: Bereits beim Betreten des Geländes sah man, wie sich eine Vielzahl oft ganz neuer Gesichter auf dem neuen Vorplatz vor dem großen eichenen Eingangsportal zum Prioratsgebäude versammelte, und schon eine halbe Stunde vor Beginn des feierlichen Hochamts gab es kaum mehr freie Plätze in der deutlich erweiterten Kapelle: Am Ende waren es über 150 Gläubige, die allein zum Hochamt erschienen sind.

Aber auch der Neubau, welcher der Kapelle vorgesetzt ist, beeindruckte mit seiner strahlend weißen Fassade, die von klassizistischen Stilelementen gegliedert wird und so die für Hamburg so typischen Villen der Elbchaussee zitiert. Auch fügt sich der Bau auf diese Weise in die umliegende gründerzeitliche Bebauung ein. Auf der Spitze des Priorats thront zudem ein goldenes Kreuz über der Nachbarschaft als ein deutliches Bekenntnis zu Christus.

Nach der Prozession durch die Nachbarschaft erfolgte durch den Distriktoberen Pater Pfluger die Einsegnung des neuen Prioratsgebäudes, woran sich der erste Gemeindekaffee seit langer Zeit anschloss. Das ausgezeichnete, üppige Buffet, für das eine Vielzahl an Gläubigen gesorgt hatte, bot die notwendige Stärkung, sodass man gern den folgenden Vorträgen lauschte. Die Patres gaben noch einmal einen Rückblick auf die Hintergründe, die zum Neubau führten sowie die Ereignisse, die den Bau begleiteten. Herr Sembritzki, unser Architekt, berichtete seinerseits von den Herausforderungen des Baus und den Kämpfen, die u. a. mit dem Bauamt auszufechten waren, die – Deo gratias – letzten Endes aber glücklich endeten. Zusammen mit einigen Gemeindemitgliedern erfreute Pater Roling die Gläubigen zwischen den Reden mit einem kleinen Kammerkonzert.

Der Gemeindekaffee zog sich noch bis weit in den späten Nachmittag hinein. Viele Gemeindemitglieder nutzten die Gelegenheit zu Gespräch und Kennenlernen, sei es in dem im Vergleich mit dem alten Priorat nun doppelt so großen Josefssaal, sei es bei noch immer spätsommerlichen Temperaturen unter blauem Himmel auf dem Vorplatz des Priorats oder im Innenhof.

Es ist eine wahre Freude zu sehen, wie gut nun alles zusammengreift und der Neubau das Gemeindeleben unterstützt. In den verwinkelten Räumlichkeiten des Vorgängerbaus war es oft schwer, die vielen Kinderwagen sinnvoll abzustellen, geschweige denn zu navigieren. Überhaupt fehlte es früher an allen Ecken und Enden an Platz und auch der Zugang zur Kapelle durch die Seite forcierte die Unruhe noch. Nun hingegen erfolgt der Zugang zur Kapelle ganz traditionell aus dem langen und breiten Flur durch den Vorraum der Kapelle, an dessen linker Seite sich der Beichtstuhl findet und auch die Sakristei anschließt. Als Fazit dieses wundervollen Tages lässt sich mit aller Hoffnung in die Zukunft schauen. Der Boden für ein zukünftiges, echtes Hamburger Priorat ist bereitet. Der Neubau erfüllt hierfür alle Anforderungen, von der Unterbringung der Priester über die Möglichkeit zur zeitgleichen Zelebration der Messe bis hin zu den Räumlichkeiten für ein echtes Gemeindeleben. Jetzt müssen wir nur noch für die Priester beten, die es braucht, um in Hamburg einen Leuchtturm des wahren Glaubens zu errichten!