Distriktnotizen: Pater Udressy berichtet von Ereignissen im deutschen Distrikt

2019
Quelle: Eucharistic Crusade

Der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Firmin Udressy, veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen kurze Aufzeichnungen von seiner Arbeit und von Ereignissen im deutschen Distrikt. Lesen Sie hier die „Distriktnotizen“ für den Monat Januar 2018.

5.–6. Januar

Zum Fest der Erscheinung des Herrn fahre ich durch den Schnee in Südostbayern und besuche die Kapellen von Altötting und Traunwalchen im Chiemgau.

Letztere wurde von Pfarrer Engelbert Zunhammer (1925–2012) ins Leben gerufen.

Ich lerne mehrere neue Gläubige kennen, die angesichts der Glaubenskrise in der seelsorglichen Betreuung von Pater Marcus Jasny eine kirchliche Not-Heimat gefunden haben.

In Altötting hat nach der Überlieferung der hl. Bischof Rupert den ersten christlichen Bayernherzog getauft. Hier schlägt das Herz Bayerns. Das Gnadenbild zieht jedes Jahr viele Pilger an. Es ist eng verbunden mit der katholischen Erneuerung im 16. Jahrhundert. Die vielen Votivtafeln geben Zeugnis vom Vertrauen so vieler Beter auf Mariens Hilfe. Auch ist der hl. Bruder Konrad (1818–1894) aus dem Kapuzinerorden ein gerne angerufener Fürsprecher an Gottes Thron.

»Christus ist und bleibt das letzte Wort des erbarmenden Gottes an die Menschheit. Was ihn verneint, ist Irrtum! Was sich ihm nicht beugt, ist Rebellion! Was ihn verachtet, webt sich selbst das Totenkleid! Wer Christi Namen und Kreuz, Christi Lehre und Glauben aus den Herzen der Menschen zu tilgen sucht, ist nicht Wegbereiter einer besseren Zukunft, sondern ihr Totengräber!« (Kardinal-Staatssekretär Pacelli, der spätere Papst Pius XII., am Tag der Heiligsprechung Bruder Konrads 1934)

7.–13. Januar

Eine Woche verbringe ich im Sankt-Theresien-Gymnasium in Schönenberg. Die Schulen sind neben den Seminaren und Prioraten ein Pfeiler des Apostolates der Bruderschaft, um den katholischen Familien zu Hilfe zu eilen.

Nach vielen Erwägungen und geduldigem Warten ist jetzt die würdige Nachfolge von Schwester Maria Michaela, die das St.-Theresien-Gymnasium aufgebaut und zur Blüte geführt hat, gesichert.

Die Dominikanerinnen vom heiligen Namen Jesu von Fanjeaux werden ab Sommer 2020 die Leitung dieses wunderbaren Werkes fortsetzen. Mehr Informationen finden Sie in diesem Mitteilungsblatt.

21.–23. Januar

Wie jedes Jahr treffe ich mich mit den Prioren im Exerzitienhaus Porta Caeli. Insgesamt sind zehn Prioren gekommen. Sie sind verantwortlich für die Priestergemeinschaften und die Organisation des Apostolates in den jeweiligen Regionen.

»Eine ihrer Hauptsorgen muss die gute Ordnung in ihrer Gemeinschaft sein, da sie das Apostolat der Gemeinschaft wesentlich erleichtert … Sie sollen sich anstrengen, den Brüdern und den Hausangestellten bei deren Selbstheiligung zu helfen. Gerade in der wahren Liturgie und im gemeinschaftlichen Gebet wird ja die Einheit und Liebe in der Gemeinschaft geschmiedet …« (Statuten V,10)

26.–27. Januar

Pater Wolfgang Dickele hat mich ins Priorat nach Göffingen eingeladen, um auf einem Familientreffen zu sprechen. Wie wichtig ist die sakramentale Ehe, gerade in der heutigen Zeit des Individualismus und der Unverbindlichkeit.

»Nun gilt aber in der übernatürlichen Ordnung das Gesetz der göttlichen Vorsehung, dass die Menschen aus den Sakramenten, die sie nach erlangtem Gebrauch der Vernunft empfangen, die volle Frucht nur bei persönlichem Mitwirken mit der Gnade schöpfen können. Die Ehegnade wird deshalb zu einem großen Teil ein ungenütztes, im Acker vergrabenes Talent bleiben, wenn die Ehegatten nicht die übernatürlichen Kräfte in die Tat umsetzen und die in sie gelegten Gnadenkeime pflegen und zur Entfaltung bringen. Wenn sie aber tun, was an ihnen ist, und mit der Gnade eifrig mitwirken, dann werden sie die ehelichen Lasten tragen, ihre Ehepflichten erfüllen können und durch das erhabene Sakrament innerlich stark, geheiligt und in gewissem Sinne übernatürlicher Weihe teilhaftig sein.« (Pius XI.)