Distriktnotizen: Pater Udressy berichtet von Ereignissen im deutschen Distrikt

2019
Quelle: Distrikt Deutschland

Der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Firmin Udressy, veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen kurze Aufzeichnungen von seiner Arbeit und von Ereignissen im deutschen Distrikt. Lesen Sie hier die „Distriktnotizen“ für den Monat Dezember 2018.

8. Dezember

Ein wunderschönes Marienfest in Stuttgart. Wir erneuern die Weihe an die Immaculata.

Der Erzbischof mahnte uns schon 1983: „Die Situation in Rom ist sehr ernst, und wir müssen besonders zur allerseligsten Jungfrau Maria beten, denn sie war dem Teufel gegenüber immer die Stärkere. Sie ist immer im Kampf mit dem Teufel und mit denen, die nicht das Königtum ihres Sohnes wollen. Die allerseligste Jungfrau Maria, die Unbefleckte Empfängnis, hat nur einen Namen in ihrem Herzen, Jesus, einen Namen in ihren Gedanken, Jesus.“

Bei einem gemeinsamen levitierten Hochamt legen sieben junge Priester ihre ewigen Versprechen im Schoße der Priesterbruderschaft ab. Im Namen des Generaloberen nehme ich diese Versprechen entgegen. Möge die Muttergottes ihnen die Gnade der Treue im Dienste der Kirche gewähren.

9. Dezember

Pater Steffen Kusmenko hat mich eingeladen, den Adventseinkehrtrag für die Gemeinde in Weihungszell zu halten. Ich möchte alle Gläubigen ermutigen, die von den Prioraten angebotenen Einkehrtage als „kleine Exerzitien“ anzunehmen.

„Einst erschien in klarer Sternennacht, während tiefes Dunkel die schweigende Welt umhüllte, in der Stille, fern vom Getümmel der Menschen, das ewige Wort des Vaters in Menschengestalt unter den Sterblichen; da erklang durch die Himmelsräume das Lied der Engel: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind!

Dieses Lied vom christlichen Frieden – vom Frieden Christi im Reiche Christi, dem tiefsten Sehnen Unseres Apostelherzens –, dem Wir alle Unsere Mühen und Arbeiten geweiht haben, wird in den Herzen jener Christen widerklingen, die, fern vom Getriebe und von den Richtigkeiten der Welt, in der tiefen Einsamkeit des Schweigens die Wahrheiten des Glaubens und das Beispiel dessen betrachten, der der Welt den Frieden gebracht und als sein Erbe hinterlassen hat: Meinen Frieden gebe ich euch! (Joh. 14,27)“ (Pius XI.)

13. Dezember

Die Generaloberin der Dominikanerinnen von Fanjeaux besucht das Schulkloster in Bröleck. Eine große Zahl von Postulantinnen hat sich für den Eintritt in den nächsten Wochen im Mutterhaus angekündigt. Beten wir für diese jungen Damen, die sich ganz dem Herrn schenken möchten.

16. Dezember

An diesem Sonntag übernehme ich den Dienst für unsere Rosenkranz-Kapelle in Dresden. Eine kleine Insel in Sachsen.

17.–19. Dezember

Besuch im Priorat Christkönig in Bonn und im Sankt-Theresien-Gymnasium in Schönenberg. Die Schülerinnen des Sankt-Theresien-Gymnasiums, geschult durch Gesamtleiterin Schwester Maria Michaela Metz und Direktor Dr. Johannes Laas, konnten vor einigen Tagen in der Kölner Philharmonie eine Probe ihres musikalischen Könnens geben. Hier ein kurzer Bericht:

„Es war fantastisch, ergreifend, toll! So die vielfache, spontane Rückmeldung von Zuhörern in der Kölner Philharmonie am Nikolaustag, dem 6. Dezember 2018. Aber auch diejenigen, die via Livestream übers Internet in aller Welt zugeschaltet waren, hatten ein wundervolles Konzerterlebnis, als der Theresienchor Schönenberg beim Konzert des WDR-Rundfunkchors, des WDR-Sinfonieorchesters, des Jugendkonzertchors Dortmund sowie von sechs Schulchören aus ganz Nordrhein-Westfalen unter der Leitung des britisch-schweizerischen Dirigenten Howard Griffiths seine hellen Stimmen erklingen ließ.  

Seit den Herbstferien wurde in der Schule intensiv geprobt. Gloria-Vertonungen aus verschiedenen Jahrhunderten von Vivaldi, Mozart, Rutter, Palmieri und ein Weihnachtslieder-Medley standen auf dem Programm, sowie Orchesterstücke von Monteverdi und Britten. Wahrlich keine leichte Kost! Aber die Aussicht auf den Auftritt an prominenter Stelle, das Mitsingen von Vivaldi, Rutter und des Medleys motivierte die Mädchen der 8. bis 12. Klasse, so dass sie sich in Tutti-, Einzel- und Sonderproben aller Art schnell das ungewohnte Repertoire aneignen konnten. 

Am Ende stand noch ein Chor-Coaching eines Sängers vom WDR auf dem Plan. Weil die Schönenbergerinnen aus den beteiligten Schulchören tatsächlich die Einzigen waren, die in der Lage waren, alle vereinbarten Stücke und Stellen zu singen, wurde vom WDR entschieden, dass unser Chor mit den Profis des WDR-Rundfunkchors auf das Podium durfte. Ein außergewöhnlicher Erfolg.“

24.–26. Dezember

Für Weihnachten fahre ich ins Priorat St. Michael in Rheinhausen, um die Mitbrüder im Beichtdienst zu unterstützen und in der Zelebration in den Kapellen von Rheinhausen, Freiburg und Offenburg.

Viele Wohltäter haben auch im vergangenen Jahr das Werk der Priesterbruderschaft unterstützt. Sie machen es möglich, dass die Oberen den drückenden täglichen Ausgaben in den Prioraten und Schulen begegnen können. Die Kirche wird gesunden, wenn wir beginnen die Christenheit wiederaufzubauen. Es braucht Heiligtümer für die überlieferte Messe, es braucht Schulen, Exerzitienhäuser, Klöster. Ein dankbares Vergelt’s Gott für Ihre Großherzigkeit!