Distriktnotizen: Ereignisse im deutschen Distrikt im Monat Oktober

20 November, 2019
Quelle: Distrikt Deutschland

Der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Stefan Pfluger, veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen kurze Aufzeichnungen von seiner Arbeit und von Ereignissen im deutschen Distrikt. Lesen Sie hier die „Distriktnotizen“ für den Monat Oktober 2019.

5. Oktober

Vor 50 Jahren, im Oktober 1969, hat Erzbischof Lefebvre den ersten neun Seminaristen in Fribourg in der Schweiz ein Zuhause geboten, nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern vor allem eine geistige und geistliche Heimat. Aus Dankbarkeit für das schöne Werk, das aus diesen bescheidenen Anfängen erwachsen ist, finden sich das ganze Seminar von Ecône, viele Priester und fast 600 Gläubige unter der Führung von Weihbischof Bernard Tissier de Mallerais in Bürglen bei Fribourg bei der Gnadenkapelle von Unserer Lieben Frau, der Hüterin des Glaubens, ein. Dort weihen wir die Priesterbruderschaft dem Unbefleckten Herzen Mariens, bevor wir in Prozession zur Augustinerkirche ziehen, wo der Bischof ein Pontifikalamt zelebriert. Das November-Mitteilungsblatt hat davon berichtet.

 

18.–20. Oktober

Die jährliche Tagung der Ärztevereinigung St. Lukas e. V. versammelt etwa 50 Personen, die vorwiegend im Gesundheitswesen tätig sind. Sie steht im Zeichen des Gedenkens an den im Frühjahr verstorbenen Dr. med. Rudolf Ehmann, der wegen seiner konsequenten Ablehnung von Abtreibung und Verhütungsmitteln viele Anfeindungen hatte erdulden müssen. Sehr interessante Vorträge von Priestern und Ärzten gehen den Fragen der Wirkungsweise, der Möglichkeiten und der Erlaubtheit von hormonellen Therapien in der Frauenheilkunde nach.

Ich darf viele neue Kontakte knüpfen, interessante Gespräche führen und vor allem die Ärztevereinigung kennenlernen. Ich finde sie eine großartige Initiative, die leider viel zu wenig bekannt ist, gerade unter Jugendlichen, die sich über ein Studium im medizinischen Bereich oder über eine Ausbildung im Gesundheitswesen Gedanken machen. Sie können bei der Ärztevereinigung Rat holen. Diese schreibt auf ihrer Homepage: „Studierende, die in ihrem beruflichen Leben die christlichen Wert- und Moralvorstellungen im Alltag praktizieren möchten, können sich gerne an uns wenden. Wir vermitteln Kontakte zu erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, um jungen Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, damit sie auch im Kontext heutiger Anforderungen und neuartiger wissenschaftlicher Erkenntnisse den christlichen Glauben leben können.“ (www.kathmed.de)
 

21.–23. Oktober

Die Distriktoberen der drei deutschsprachigen Länder treffen sich in Österreich zu gemeinsamen Beratungen. Nach einem Tag in der Stadt Wien mit der Besichtigung einiger bedeutender Kirchbauten und dem Gebet an den Gräbern des hl. Klemens Maria Hofbauer und des sel. Markus von Aviano folgen in Jaidhof zwei Tage mit intensiven Gesprächen über die Herausforderungen des Medienapostolats und der verschiedenen Werke zur Glaubensvermittlung. Das wunderschöne Schloss Jaidhof ist seit 1985 im Besitz der Priesterbruderschaft. Die liebevoll restaurierte Anlage dient nicht nur als Distriktsitz, sondern auch als Exerzitien- und Bildungshaus.

 

26.–27. Oktober

Etwa 350 Jugendliche finden sich in Peiting im Pfaffenwinkel, etwa 70 km südwestlich von München, zum Christkönigstreffen ein. Ich freue mich an dem Eifer, der Freude und der Fröhlichkeit der Jugendlichen. Am Sonntagmorgen darf ich ihnen die Jahreslosung nahebringen, den Wappenspruch von Erzbischof Lefebvre: „Credidimus caritati – Wir haben an die Liebe geglaubt“ (1 Joh 4,17). Ich versuche, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass wir nicht nur für uns selbst katholisch sein und gut leben müssen, sondern dass wir eine Aufgabe haben, die darin besteht, das Gute aufleuchten zu lassen und weiterzugeben. So können wir vielen Menschen das Heil bringen. (www.k-j-b.info)

 

28. Oktober

Nach längerer Abwesenheit bin ich wieder zurück in Stuttgart im Priorat St. Athanasius. Nach den vielen Reisen mit viel „Abwechslung“ schätze ich die ruhige Regelmäßigkeit des Lebens im Priorat umso mehr. Es wird mir noch deutlicher bewusst, wie weise es vom Erzbischof war, auf die Bildung von Prioraten mit mehreren Mitbrüdern zu drängen. Wegen des Apostolats sind ja einzelne Priester zeitweise abwesend, auch sonst kann immer einmal etwas dazwischenkommen. Wenn in einem Priorat nur zwei oder drei Mitbrüder leben, ist es nur allzu oft der Fall, dass die von den Statuten geforderten Gebetszeiten und Mahlzeiten nicht in Gemeinschaft abgehalten werden können. Eine größere Gemeinschaft ist deshalb eine Hilfe für eine größere Treue den Statuten gegenüber.