Die Weihekandidaten des Priesterseminars Hl. Herz Jesu in Zaitzkofen 2021

10. Juni 2021
Quelle: Distrikt Deutschland
Emmerich Jeindl, Gytis Karčiauskas, Jakub Eliáš

Im Priesterseminar Herz-Jesu in Zaitzkofen werden in diesem Jahr fünf Diakone zu Priestern geweiht. Wir stellen Ihnen hier diese fünf künftigen Priester vor:

Jakub Eliáš

wurde 1992 in Brünn (Brno) in der Tschechischen Republik geboren. Dort besuchte er 2003–2011 das Bischöfliche Gymnasium. Während dieser Zeit lernte er die traditionelle Messe und die Priesterbruderschaft kennen. 2010 wurde er in der Bruderschaft gefirmt und ist mit ihr verbunden geblieben. Ab 2011 studierte er klassische Philologie an der Universität in Brünn. Während seines Studiums hat er sich endgültig für das Priestertum entschieden und ist nach seinem Abitur ins Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen eingetreten, wo er dieses Jahr die hl. Priesterweihe empfangen darf.

Johannes Hager

Als Erstgeborener von vier Kindern wurde er 1992 in Bad Kötzting, im Bayerischen Wald, geboren. Er hatte das große Glück, in einer katholischen Familie aufzuwachsen, die im Priesterseminar Herz Jesu die heilige Messe besuchte. Dort empfing er die Sakramente der Taufe, Erstkommunion und Firmung. Brüder und Seminaristen lehrten ihn den Katechismus und das Ministrieren. Er verbrachte zwei Jahre seiner Schulausbildung in den Schulen der FSSPX (Don-Bosco-Gymnasium in Diestedde / Saint Marys Academy in Kansas, USA). Als Abiturient hatte er mit schweren Glaubenszweifeln zu kämpfen. Bei einem Aufenthalt im indischen Waisenhaus der Bruderschaft erlebte er, dank seiner religiösen Prägung und Gottes Gnade, eine tiefe innerliche Bekehrung. Erstmals verspürte er den Ruf zum Priestertum. Bevor er sich in den Ignatianischen Exerzitien entschloss, in das Priesterseminar einzutreten, besuchte er eine Heilpraktikerschule in München. Er wohnte währenddessen im Priorat der Kirche Patrona Bavariae und leitete die KJB-Gruppe. Die Berufung konnte in diesem Umfeld und dank der Begleitung eines Seelenführers in ihm heranreifen. Er freut sich, im Juni 2021 die Priesterweihe zu empfangen und von da an täglich die hl. Messe zu Ehren Gottes zelebrieren zu dürfen.

Emmerich Jeindl

wurde 1996 als achtes von zehn Kindern in Krumbach, Niederösterreich, geboren. Schon früh lernte er in der Kapelle der Priesterbruderschaft in Graz das Ministrieren. Seinen Eltern war eine traditionell-katholische Ausbildung wichtig, darum ermöglichten sie ihren Kindern den Besuch der Internatsschulen der FSSPX. So verbrachte Emmerich, nach anfänglichem Hausunterricht, zwei Jahre in der Herz-Jesu-Schule in Saarbrücken (2007–2009) und sechs Jahre in der St. Michael´s School in England (2009–2015). Von den dortigen Priestern beeindruckt, wuchs in ihm der Wunsch, selbst Priester zu werden. Vor seinem Schulabschluss im Jahre 2015 nahm er zu Ostern an Ignatianischen Exerzitien teil, bei denen er sich entschloss ins Seminar einzutreten. Noch im selben Sommer nahm er das Studium in Zaitzkofen auf und freut sich nun auf die Priesterweihe, das Apostolat und die tägliche Zelebration der heiligen Messe zur Ehre Gottes und für das Heil der Seelen.

Gytis Karčiauskas

wurde 1978 in der Stadt Anykščiai in Litauen geboren. Er wuchs in Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, auf. Nach der Matura absolvierte er ein Studium der Informatik an der Universität Vilnius und promovierte in Informatik an der Universität Aalborg in Dänemark. Er arbeitete einige Jahre im Informatikbereich in Polen und Litauen. Nach den verkürzten Studien an einem theologischen Institut trat er ins Diözesanpriesterseminar von Vilnius ein. In dieser Zeit begann er festzustellen, dass in der Amtskirche gelehrte Dinge nicht immer mit seinen Katechismuskenntnissen übereinstimmen. Als er nach einem Jahr das Priesterseminar verließ, fing er an, täglich bei der traditionellen Messe zu ministrieren. Nach einiger Zeit trat er ins Vorseminar im Priorat der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Kaunas, Litauen, ein und später ins Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen. Die feierliche Heimatprimiz wird am 3. Juli 2021 in Litauen stattfinden.

Markus Krautschneider

wurde am 21.Oktober 1995 in Erbach im Odenwald geboren. Er wuchs, trotz protestantischer Umgebung, in einer katholischen Familie auf. Zusammen mit seinen drei jüngeren Brüdern lernte Markus die überlieferte hl. Messe und die traditionelle katholische Lehre im Priorat der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Kleinwallstadt kennen. Im Anschluss an sein Abitur am Gymnasium Michelstadt ging er für einige Monate nach Südafrika. Er lebte zusammen mit den dortigen Missionaren in Roodepoort, einem Stadtteil von Johannesburg. Dort begegnete er nicht nur einer fremden Kultur, sondern wurde auch durch den Eifer der Missionare geprägt. Zurück in Deutschland, entschloss er sich nach einem Besuch im Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen, Priester zu werden, und trat 2015 in das Priesterseminar ein. Nach sechs Jahren des Studiums und der Vorbereitung freut sich Markus Krautschneider nun die Priesterweihe zu empfangen.

Seine Heimatprimiz findet am 17. Juli in der Nähe von Kleinwallstadt statt.

Johannes Hager und Markus Krautschneider