Die Altäre unserer heiligen Religion. Spendenaufruf für zwei Altäre in Kleinwallstadt

2019
Quelle: Distrikt Deutschland

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. dient den Gläubigen auf außerordentliche Weise. Im wahrsten Wortsinne. Sie eilt den angesichts der Kirchenkrise ratlosen Katholiken zu Hilfe, die nicht mehr ihre Pfarrkirchen und ihre Kathedralen aufsuchen können.

Daher folgen die seelsorglichen Initiativen der Bruderschaft den Wegen der Vorsehung. Diese gibt sich in der Not der Gläubigen zu erkennen, die die Priester um den unverkürzten katholischen Glauben, die unveränderten Sakramente und die überlieferte heilige Messe bitten.

Erzbischof Marcel Lefebvre fasste den Aufschrei des katholischen Gewissens angesichts der nachkonziliaren Reformen bei einer Pilgerfahrt nach Rom im Jahr 1975 in folgende Worte:

„Unsere heilige und innigst geliebte Religion aber ist von Gott selbst, von Unserem Herrn Jesus Christus gestiftet worden. Er ist es, der uns das heilige Messopfer geschenkt hat. Er ist für uns am Kreuz gestorben. Er wollte gewissermaßen schon am Tag des Abendmahls das vorwegnehmen, was sich am Kreuz erfüllen sollte, indem Er uns aufgefordert hat, das alle Tage bis zum Ende der Zeiten fortzusetzen, und so hat Er alle zu Priestern gemacht, die Er zur eucharistischen Konsekration ermächtigt hat. Er hat das nach Seinem eigenen, Seinem göttlichen Willen getan, denn Unser Herr Jesus Christus ist Gott. Er hat uns also dieses Opfer der Messe geschenkt, an dem wir absolut festhalten, das unser Leben, unsere Hoffnung, unser Heil ist.

Man kann es nicht umändern, dieses Opfer von Kalvaria, das Opfer des Letzten Abendmahls, denn beim Abendmahl hat ein Opfer stattgefunden. Wir können es nicht in ein einfaches Gedächtnismahl, ein einfaches Erinnerungsmahl umändern. Das ist unmöglich, das würde bedeuten, dass wir unsere gesamte Religion zerstören, das zerstören, was Unser Herr uns als Kostbarstes auf dieser Erde geschenkt hat. Es ist Sein makelloser, Sein göttlicher Schatz, den Er in die Hände Seiner Kirche gelegt hat, die Er zu einer priesterlichen Kirche gemacht hat.

Die Kirche ist ihrem Wesen nach priesterlich. Weil sie priesterlich ist, bringt sie das Erlösungsopfer dar, das Unser Herr auf Kalvaria vollzogen hat. Sie erneuert es auf unseren Altären. Den wahren Katholiken, den wahren Gläubigen Unseres Herrn Jesus Christus rührt alles, was von Unserem Herrn Jesus Christus selbst gestiftet ist, an sein Herzinnerstes, an das Innerste seines Lebens, und er hegt es wie seinen Augapfel. Und wenn es nun so weit kommt, dass man sozusagen vom Innersten her das zerstört, was uns Unser Herr Jesus Christus als Quelle des Lebens, als Quelle der Gnade geschenkt hat, dann leiden wir, leiden unsagbar und bestehen absolut darauf, dass diese Quelle, dieser Brunnen des Lebens, des ewigen Lebens, der Gnade, uns unversehrt erhalten bleibt.“

Seit 50 Jahren sind nun viele Katholiken gezwungen, neue Opferaltäre zu errichten, um dem alten römischen Ritus treu zu bleiben. Die Priorate der Priesterbruderschaft und ihre Kapellen sind der Stein gewordene Ausdruck der Anhänglichkeit an die „Messe aller Zeiten“.

Ein schöner Beweis dieses Glaubens- und Opfergeistes ist das Priorat St. Judas Thaddäus in Kleinwallstadt.

Der Initiative eines Gläubigen – Herrn Albrecht Geis’ selig – ist es zu verdanken, dass im Jahr 1998 mit dem Bau eines eigenen Gotteshauses für die überlieferte Liturgie in Kleinwallstadt (im unterfränkischen Landkreis Miltenberg) begonnen werden konnte.

Im Jahr 2002 konnte die prächtige Kirche im fränkischen Julius-Echter-Barock konsekriert und das Prioratsgebäude eingeweiht werden.

Hier leben jetzt drei Patres und versorgen von hier die Kapellen in Hattersheim und Würzburg. Prior ist Pater Eberhardt Repp.

Der Hauptaltar der St.-Judas-Thaddäus-Kirche ist ein Meisterwerk der barocken Kunst. Obwohl er schon über einhundert Jahre älter ist als das Gotteshaus, scheint er für diese Kirche wie gemacht zu sein. Leider fehlen noch die Seitenaltäre, die auch früher den Hauptaltar hervorgehoben haben. Glücklicherweise existieren noch die Baldachine mit den geschnitzten Vorhängen. Sie werden den neuen Seitenaltären ihre ursprüngliche Pracht verleihen und den Gesamteindruck der Kirche abrunden.

Wie sagte Erzbischof Lefebvre: „Den wahren Katholiken, den wahren Gläubigen Unseres Herrn Jesus Christus rührt alles, was von Unserem Herrn Jesus Christus selbst gestiftet ist, an sein Herzinnerstes, an das Innerste seines Lebens, und er hegt es wie seinen Augapfel.“ Die Altäre der Hl. Messe sind der Mittelpunkt der katholischen Religion.

Deshalb unterstützt der Distrikt den langgehegten Wunsch der Gemeinde in Kleinwallstadt, der durch die Opferfreudigkeit vieler Gläubiger endlich in Erfüllung gehen kann.

Der Entwurf für den linken Seitenaltar zeigt ein sehr bekanntes Bild von Raffael: „Madonna im Grünen“. Die hl. Jungfrau Maria ist mit

dem Jesusknaben und Johannes dem Täufer als Kind abgebildet.

Der Entwurf für den rechten Seitenaltar zeigt die heilige Theresia vom Kinde Jesu und den hl. Pater Pio kniend unter dem Kreuz. Beide Heilige werden in der Gemeinde von Kleinwallstadt sehr verehrt.

Die Realisierung der beiden Altäre wurde auf 50.000,- € veranschlagt. Erste Spenden sind eingegangen. Ein großer Teil fehlt aber noch. Allen Unterstützern, den bisherigen und den künftigen, sei für ihre noble Großzügigkeit ein herzliches Vergelt’s Gott gesagt.

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