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Der Präfekt der Glaubenslehre: Frauenpriestertum ist unmöglich

11. Juni, 2018

Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Erzbischof Luis Ladaria Ferrer, hat im Osservatore Romanoam vom 30. Mai 2018 an die Endgültigkeit und Unfehlbarkeit jener Lehre erinnert, nach welcher das Priestertum in der Kirche allein den Männern vorbehalten ist. Diese Klarstellung wurde erwartet.

Die Kolumne wurde auf Seite 6 der römischen Tageszeitung veröffentlicht. Sie möchte „bestimmte Zweifel zerstreuen“, denen zufolge „man argumentiert, dass diese Lehre nicht ex cathedra definiert worden sei und dass folglich eine spätere Entscheidung eines zukünftigen Papstes oder Konzils sie rückgängig machen könne“, so schreibt der Präfekt der Glaubenslehre.

Erzbischof Ladaria – der am kommenden 28. Juni das Kardinalsbirett empfangen wird – betont die Tatsache, dass solche Zweifel „eine schwere Verwirrung bei den Gläubigen“ hervorrufen. Es sei also angebracht, an die Lehre der Kirche zu erinnern, welche bekennt, dass die Unmöglichkeit, Frauen zu Priestern zu weihen, zur `Substanz des Sakramentes der Priesterweihe´ gehört.

Diese Unmöglichkeit ist nicht eine „disziplinäre“, erklärt der Prälat, welcher vom Papst mit den Fragen, die den Glauben betreffen, betraut wurde. Sie ist ein „doktrinales“ Element, welches „die Struktur des Sakramentes betrifft“: Der Priester handelt „in der Person Christi (…). Die Tatsache, dass er männlich sein muss, ist ein unverzichtbares Element dieser sakramentalen Stellvertretung“, betont er.

Diese Lehre gehört zum „universalen ordentlichen Lehramt aller Bischöfe. Wenn diese – obwohl räumlich getrennt – unter Wahrung des Gemeinschaftsbandes untereinander und mit dem Papst, eine katholische Lehre als verbindlich vorlegen“, so ist sie mit dem Siegel der Unfehlbarkeit versehen, erklärt Erzbischof Ladaria.

Zudem erklärte er, dass Papst Johannes-Paul II. mit dem apostolischen Schreiben Ordinatio Sacerdotalis vom 22. Mai 1994, „nicht ein neues Dogma verkündet hat. Um alle Zweifel zu beseitigen hat er hat damals mit der Autorität, die ihm als Nachfolger Petri verliehen wurde, formell bestätigt und explizit verkündet, was das universale und ordentliche Lehramt während der ganzen Kirchengeschichte als zum Glaubensgut gehörig angesehen hat.“

Diese römische Klarstellung, die das unfehlbare Lehramt der Kirche bestätigt, ist jedem aufrechten Katholiken mehr als willkommen. Möge der Himmel es geben, dass solche Klarstellungen rasch auch zu anderen brisanten Fragen veröffentlicht werden, welche innerhalb der Kirche für Verwirrung sorgen, wie beispielsweise die Kommunion von protestantischen Ehepartnern oder die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zum Sakrament des Altares.

(Quelle: Osservatore Romano/Zenit - FSSPX.Actualités - 30/05/2018)