Die Weisheit der Kirchenväter, Teil 1, Einleitung

31. Mai 2021
Distrikt Österreich
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14:26

Welcher katholische Christ kennt heute noch die Schriften der Kirchenväter? Wer weiß noch, wer die Kirchenväter waren, wer die apostolischen Väter waren? Wer weist heute in der katholischen Kirche noch auf diesen unermesslich wertvollen Schatz der Kirche hin, den die Schriften der Kirchenväter bilden? Auf ihr Wissen, auf ihre Weisheit, auf ihre Spiritualität, ihre Bildung, auf ihre harmonische und poetische Sprache?

Als Christ, ja mehr noch als katholischer Christ fühlt man sich um die Kenntnis von diesem Schatz betrogen. Man kann seit Jahrzehnten in der Kirche beheimatet sein und doch wird man nur eine äußerst vage Vorstellung über diese frühen Lehrer der Kirche, die zu ihren „Vätern“ wurden, haben. Man hat ihre Schriften weggeräumt, vergraben in Bibliotheken und Archiven, nicht selten sogar entsorgt oder verbrannt, und so wandelten sich die Väter der Kirche zu vergessenen Vätern. Und die Kirche? Tag für Tag können wir dem Zerstörungswerk zusehen, das ihr angetan wird.

Energisches Handeln und tiefe Spiritualität

Einer der frühesten Kirchenväter, Clemens von Rom, der dritte Papst, wusste noch, wie man Missständen in der Kirche begegnet. Ein langer Brief, wohl überlegt und ausgewogen, reichte aus, denn das Schreiben hatte genug Überzeugungskraft in sich, um einen Gesinnungswandel der Adressaten zu bewirken. Wer ruft uns heute zurück, wenn wir in die Irre gehen?

Auch die Menschen unserer Zeit (und ganz besonders diese!) suchen nach dem Sinn ihres Lebens, und oft genug suchen sie ihn in der Esoterik oder in fernöstlichen Schriften und Traditionen, in Ersatzreligionen, in geschaffenen Dingen. Das aber, was so nahe liegt, bleibt ihnen verschlossen, weil es niemanden gibt, der es ihnen erschließt. Der Verfasser des Diognetbriefes, den wir in dieser Reihe kennenlernen werden, rückt ein solches Verhalten bereits am Anfang des zweiten Jahrhunderts mit seiner Schrift „Über die Torheit des Götzendienstes“ ins rechte Licht.

Wir haben zu Pfingsten einen Text des Kirchenvaters Basilius des Großen veröffentlicht, der in einer ungeahnten Tiefe und Weisheit über den Heiligen Geist Folgendes schreibt: „Der Heilige Geist ist einem Sonnenstrahl vergleichbar, dessen Gunst dem, der Ihn genießt, ganz allein zuteil zu werden scheint und doch die ganze Erde und das Meer mit Licht erfüllt und sich mit der Luft vermischt. So steht auch der Heilige Geist jedem, der Ihn empfängt, bei, wie wenn er der Einzige wäre, und gewährt doch allen jeweils die Fülle der Gnade. Die an Ihm Anteil haben, genießen Ihn nach dem Maß ihrer Kräfte, nicht nach demjenigen Seiner Macht.“ Wie blass erscheinen dagegen die esoterischen Texte, wie leer, wie inhaltslos! Vor uns liegt die Wahrheit begraben, die Schönheit des katholischen Glaubens, wir müssen sie nur wiederfinden und den Menschen nahebringen.

Die Texte der Kirchenväter sind aktuell wie eh und je

Das möchten wir mit dieser Videoreihe tun. Wir möchten den Schatz, auf dem die Kirche sitzt, heben und zu Ihnen bringen. Inmitten der Krise, die uns umgibt, inmitten all der Probleme, die diese Krise für jeden Einzelnen von uns mit sich bringt, möchten wir aufzeigen, wie inhaltsschwer und richtungsweisend die Texte der Kirchenväter sind, fast 2000 Jahre alt und doch aktueller als je zuvor. 

Den Lehren der Kirchenväter zu folgen, würde schlagartig ungezählte Missstände in der katholischen Kirche unserer Zeit beseitigen. Einige von ihnen standen noch in direktem Kontakt mit den Aposteln, von ihnen übernahmen sie unmittelbar die Lehre und die Anweisungen unseres Herrn Jesus Christus.  Die Kirchenväter sind absolut authentisch, sie sprechen über die Wahrheit unseres Glaubens.  Hören wir ihnen zu und unser Glaube wird neu gefestigt werden. Tragen wir die Weisheit der Kirchenväter in die Mitte unserer Gesellschaft, so dass diese von der Schönheit und Wahrheit des katholischen Glaubens Kenntnis erlangt und wieder neuen Sinn und Orientierung erhält! Freuen Sie sich auf diese Videoreihe, es wird eine spannende Reise durch die frühe Welt des Christentums!