Der Distriktobere

Gott ist überall. Er sieht alles vorher und Er vergisst oder vernachlässigt kein einziges seiner Geschöpfe. Seine Herrschaft ist bestimmt durch Klugheit und Weisheit, durch Festigkeit und Beständigkeit.

Gott lässt eine erstaunliche Vielzahl von Verantwortlichkeiten zu, Menschen zu führen, Ereignisse zu leiten und Gebete zu beantworten – immer um einen unveränderlichen Frieden besorgt. Er ist stets vollkommen gleichmütig darum besorgt, den besten Weg zu suchen, um die Seelen in Seine Liebe zu ziehen.

Gottes Plan ist immer vollkommen und so auch die Mittel die Er gebraucht, um Seinen Plan durchzusetzen. Gott belohnt und bestraft mit Gerechtigkeit und ohne Ansehen der Person. Er ist geduldig und barmherzig und er wartet auf den günstigsten Augenblick um tätig zu werden. Er stärkt die Schwachen, Er tröstet die Betrübten, Er ermutigt die Guten und besonders beeindruckt, dass Er über die Gottlosen durch seine liebevolle Gnade siegt. Wenn Er bestraft, dann tut er dies wie ein liebender Vater immer in der Absicht, Sein kostbares Kind zu bessern.

Nachahmung des göttlichen Modells

Gott ist das vollkommene und größte Beispiel und der Distriktobere muss in allen seinen Handlungen im Umgang mit Menschen demütig danach streben, das göttliche Modell nachzuahmen. Trotz seiner zahlreichen Schwächen muss der Distriktobere, wie der heilige Paulus, „allen alles werden“ um sie für Gott zu gewinnen.

Für den Distriktoberen hat die Leitung und Regelung der Tätigkeiten der Priester seines Distrikts die oberste Priorität. Deren körperliches und besonders geistliches Wohl liegt ihm am Meisten am Herzen und er wird alles in seinen Kräften stehende tun, um die Gesundheit in diesen beiden Bereichen sicherzustellen. In der Zusammenarbeit mit diesen Priestern kann der Distriktobere dann am besten dafür sorgen, dass die Bildung und Erziehung aller ihm anvertrauten Christen voranschreitet.

“Alles in Christus erneuern”
Alle zeitlichen Tätigkeiten die vom Distrikt unternommen werden – der Kauf neuer Liegenschaften, die Versorgung der Katholiken mit Literatur, die Durchführung pastoraler Besuche usw. – haben nur ein einziges Ziel: die Stärkung des Glaubens und die Verteidigung und Erneuerung der wahren christlichen Kultur. Was auch immer gebaut, gedruckt, veröffentlicht oder hergestellt wird sollte deshalb die Größe Gottes widerspiegeln, die Schönheit Seiner Geschenke, die Reinheit Seiner Wege und die unablässige Sorge für Seine Kinder.

 

Der Distriktobere: Pater Stefan Pfluger
 

Pater Stefan Pfluger stammt aus Oensingen in der Schweiz. Er wurde 2003 am Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen zum Priester geweiht und war anschließend sieben Jahre an der Jungenschule der Piusbruderschaft in der Schweiz tätig, dem Institut Sancta Maria. Von 2010 an leitete er das Priorat in Wil. Seit August 2019 ist er mit der Leitung des deutschen Distrikts betraut. Er sieht seine Aufgabe darin, das Entstandene zu festigen und die Einheit zu stärken, um so dem Ideal der Bruderschaft treu zu bleiben: „Deshalb sehe ich meine erste und grundlegende Aufgabe darin, die Priester zu unterstützen und ihnen zu helfen, ein immer besseres Gemeinschaftsleben zu führen. Die Priorats­gemeinschaft soll wie eine Familie sein, damit die Mitbrüder hier Erholung, Kraft und Unterstützung finden. Das ist die Voraussetzung für ein fruchtbares und ausdauerndes Apostolat“, ergänzt Pater Pfluger und gewährt damit einen Blick auf seinen Tätigkeitsschwerpunkt in den nächsten sechs Jahren.