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Fatima Wallfahrt: Predigt in Fatima 2017 von Bischof Fellay

04. September, 2017

Fatima Wallfahrt 2017: Der Film

Während des Pontifikalamtes bei der großen internationalen Wallfahrt der Priesterbruderschaft St. Pius X. 2017 predigt der Generalobere, Weihbischof Bernard Fellay, in mehreren Sprachen. Wir veröffentlichen hier den deutschsprachigen Teil der Predigt.

Fatima macht Angst. Die allerseligste Jungfrau Maria wagt es, diesen kleinen Kindern die Hölle zu zeigen. Und offensichtlich ist diese Hölle nicht leer! Unzählige Seele gehen in diese Richtung, fallen in die Hölle wegen ihrer Sünden. Nicht nur dieses unselige Schicksal, auch die Folgen der Sünden hier auf Erden werden gezeigt, angekündigt von der Gottesmutter: Wenn die Welt sich nicht bekehrt, dann wird ein zweiter Krieg kommen, noch schrecklicher als der erste. Sie sagt sogar, dass ganze Nationen vernichtet werden. Das ist kein Bild. Das ist Realität! Das ist die Antwort Gottes auf die Sünde der Menschen.

Fatima, das bedeutet auch Hoffnung. Hoffnung kommt nicht, wenn etwas Einfaches, etwas Leichtes zu erreichen ist. Hoffnung kommt bei einem schwierigen Ziel. Das Leben auf Erden ist schwierig. Der Himmel ist nicht leicht zu erreichen. Und gerade die Furcht hilft uns unglaublich, uns zum Himmel zu wenden und die verheißene Hilfe zu erwarten. Diese ausgestreckte Hand Gottes! Gott will uns das Herz seiner Mutter schenken als Mittel zur Erlösung, zur Rettung! Das erste Zeichen dieser Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariä ist die Wiedergutmachung, ist ein Blick auf das Kreuz, auf die Leiden! Es ist ein Mitleiden, ein Mitopfern. Von allen diesen Widerwärtigkeiten des Lebens. Es ist die korrekte Antwort auf die verdorbene menschliche Natur. Diese neigt zur Sünde. Es muss damit beginnen – Abtötung! Aber die Gottesmutter macht es leicht oder leichter, indem sie uns zwei Mittel, zwei Zwecke, Verwirklichungen dieser Aufopferung, dieser Abtötungen gibt. Das erste ist Wiedergutmachung für die Sünden gegen die Gottesmutter. Da haben wir die fünf ersten Samstage. Das zweite kommt aus diesem Wort der Gottesmutter: „Es sind so viele Seelen, die in die Hölle fallen, weil niemand für sie Buße tut!“ Es sind also unsere kleinen Opfer, dargebracht dem lieben Gott, vereinigt mit dem Kreuze, die retten können! Seelen retten! Für den Himmel! Für den lieben Gott! Für die Ewigkeit Seelen gewinnen! Durch unsere kleinen Leiden. So einfach!

Ein anderer Aspekt – sehr wichtig – in Bezug auf diese Frömmigkeit, diese Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariä, besteht in den Worten der Gottesmutter zu Schwester Lucia: „Mein Herz wird dein Hafen und dein Weg zu Gott sein“. Ein Ort, wo wir sicher sind, in Sicherheit. Sie bietet es an. Von uns wird verlangt, dass wir dorthin kommen. Dass wir es wirklich als unseren Hafen nehmen. Und so werden wir in dieser unglaublichen Welt gerettet, sicher bis zum Himmel, bis zur Ewigkeit. Das bedeutet für uns ein Leben mit der Gottesmutter. Wie ein Kind mit der Mutter, in ihrem Herzen. Die Vollkommenheit sehen wir in der Konsekration, in der Weihe – die Gottesmutter selbst hat von Weihe gesprochen – über Russland, und sie hebt diesen Punkt hervor, die Verbindung zwischen dieser Weihe und dem Triumph ihres Herzens und dem Frieden für die Welt, für die Kirche. Etwas ganz Großartiges, das nicht von den Menschen kommt, nur von Gott! Maria hat genügend Macht von Gott empfangen, um das zu verwirklichen!

Erflehen wir also diese Weihe, dass sie einmal so vollzogen wird, genau wie die Gottesmutter es will und bestimmt hat! Wir wollen nicht bestreiten, dass gewisse Schritte in diese Richtung unternommen wurden. Nur nicht vollkommen, und so ist die Antwort des Himmels auch nicht vollkommen. Leben wir selbst in dieser Weihe, ganz ihr hingegeben. In dieser Sendung wollen wir warten, wir wollen alles Mögliche tun, dass dieser Triumph beschleunigt werde!