FSSPX Nachrichten & Veranstaltungen

Distriktnotizen

15. Mai, 2017

Der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Firmin Udressy, veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen kurze Aufzeichnungen von seiner Arbeit und von Ereignissen im deutschen Distrikt. Lesen Sie hier die „Distriktnotizen“ für den Monat April 2017.

1. April

Im Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen tun fünf Seminaristen den endgültigen Schritt und weihen ihr Leben dem Ewigen Hohepriester Jesus Christus, indem sie aus den Händen von Weihbischof Bernard Tissier de Mallerais die Subdiakonatsweihe empfangen.

An der Pfingstvigil werden sie die Diakonatsweihe empfangen und – so Gott will – dürfen in einem Jahr das unauslöschliche Merkmal des katholischen Priestertums empfangen. Begleiten wir die jungen Leviten durch unser Beten und Opfern.

2.–5. April

Mit Unterstützung von Pater Fabian Reiser und Dr. Johannes Laas, dem Schulleiter des St.-Theresien-Gymnasiums, visitiere ich unsere Schule von Saarbrücken. Ziel dieses Besuchs ist es, dieses schöne Erziehungswerk, an dem so viele gute Kräfte mitwirken, in seiner Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten. In derselben Woche wird die Schule noch vom Landesjugendamt und vom Bildungsministerium des Saarlandes besucht. Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

8.–9. April

Ein weiteres Mal bietet das Institut für Thomistische Philosophie im malerisch im Schwarzwald gelegenen Exerzitienhaus Porta Caeli ein philosophisches „Wochenende mit Thomas von Aquin“ an, an dem ich teilnehmen darf. Es geht dieses Jahr um die „natürliche Ethik“. In unserer Zeit des Subjektivismus ist diese Ethik auf der Grundlage der aristotelisch-thomistischen Philosophie von wesentlicher Bedeutung, da sie das objektive Fundament für die Moral bietet.

Papst Pius XI. schrieb einmal über die Summa des hl. Thomas: „Der hl. Thomas ist der Begründer einer zuverlässigen theologischen Sittenlehre, die imstande ist, das menschliche Handeln so zu leiten, wie es dem übernatürlichen Ziel des Menschen entspricht. ... Er gibt nicht nur dem Einzelmenschen sichere Richtlinien für die Gestaltung seines persönlichen Lebens, sondern auch der Familie und dem Staat, womit sich die christliche Gesellschaftslehre befasst. Dazu ...gehören jene herrlichen Abhandlungen über die Vollmachten des Familienvaters, die rechtmäßige Regierungsgewalt in Gemeinde und Staat, das Natur- und Völkerrecht, über Krieg und Frieden, über Gerechtigkeit und Eigentum, über die Gesetze und deren Beobachtung, über die private Wohltätigkeitspflicht wie über die Mitarbeit am Gemeinwohl, in der natürlichen wie in der übernatürlichen Ordnung. Wenn sowohl das private und öffentliche Leben wie auch die zwischenstaatlichen Beziehungen nach diesen Richtlinien als nach einer heiligen und unverletzlichen Norm gestaltet würden, dann wäre für die Menschen der ‚Friede Christi im Reiche Christi‘ hinlänglich gesichert, wonach die ganze Welt mit Sehnsucht verlangt.“

 12.–13. April

Heute fahre ich nach Ecône, um am Gründonnerstag im Priesterseminar an der Ölweihmesse teilzunehmen und die heiligen Öle für den deutschen Distrikt mitzunehmen. Auf der Rückfahrt halte ich in Rheinhausen, um am Abendmahlsamt teilzunehmen und Beichte zu hören.

14.–16. April

Mit dem Zug fahre ich nach Bonn, wo ich die Zeit der Karfreitags- und Osterliturgie verbringe. Welche Freude schenkt uns jedes Jahr die Kirche in der Osternacht: „O unbegreifliche Huld Deiner Liebe: um loszukaufen den Knecht, hast Du hingegeben den Sohn. O glückselige Schuld, die uns einen solchen Erlöser hervorgebracht hat!“

Das Generalhaus hat ein neues Informationsangebot im Internet gestartet: http://fsspx.news. Es bietet Nachrichten und Analysen zum kirchlichen Leben.

28.–30. April

Am Samstag spendet Msgr. Alfonso de Galarreta im Priorat St. Petrus in Berlin 27 Firmlingen das Firmsakrament. Ich darf ihm assistieren. Erfreulicherweise blüht das Apostolat in Berlin auf: Immer wieder entdecken ratlose Katholiken und Suchende hier den Schatz der überlieferten Liturgie.

Am Sonntag halte ich die Abendmesse in unserer Kapelle von Kolbermoor im bayerischen Voralpenland, wo die Gemeinde heute ihren Patron, den hl. Konrad von Parzham (1818–1894), feiert. Der hl. Kapuzinerbruder ist ein Vorbild in der Nachfolge Christi. Er verbrachte 41 Jahre in seinem Kloster in Altötting in Gebet und treuer Pflichterfüllung. Bis zu 200-mal am Tag öffnete er Hilfesuchenden und Gläubigen die Klosterpforte. In einem Brief erklärte er das Geheimnis seiner Kraft: „Das Kreuz ist mein Buch. Ein Blick auf das Kreuz lehrt mich in jeder Gelegenheit, wie ich mich zu verhalten habe. Da lerne ich Geduld und Demut, Sanftmut und jedes Kreuz mit Geduld zu ertragen. Ja, es wird mir süß und leicht.“