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Bischof Fellay zu Besuch im Priesterseminar Zaitzkofen

30. Dezember, 2017

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. betreibt sechs Seminare weltweit, in der Schweiz (Ecône), in Frankreich (Flavigny), in den USA (Dillwyn), Südamerika (La Reja), Australien (Goulburn) und schließlich das deutschsprachige Seminar Herz-Jesu in Zaitzkofen, Bayern. (Übersicht über alle Seminare) Letzteres erhielt zum Weihnachtsfest hohen Besuch: Der Generalobere der Priesterbruderschaft, S.E. Bischof Bernard Fellay, nahm an der Weihnachtsmatutin teil, zelebrierte das Pontifikalamt zum Weihnachtstag und lauschte den Klängen des Weihnachtskonzertes.

Viereinhalb Stunden dauerte die gesamte Weihnachtsliturgie im Priesterseminar Herz Jesu.

Es begann mit der gesungenen Matutin um viertel vor Zehn, welche mit drei Nokturnen und neun Lesungen bis Mitternacht dauerte. Der bischöfliche Besuch selbst legte, als die Nacht ihren Höhepunkt erreicht hatte, unter dem lieblichen Klang der Orgel, das Jesuskindlein in die Krippe. Anschließend zelebrierte Pater Schmidberger, der Regens des Seminars, die Mitternachtsmette und es folgte die gesungene Laudes, der Morgenlobpreis der Kirche. Der geistlichen Festfreude in der Kirche folgte eine kurze Stärkung im Speisesaal, kurz, denn als man sich wieder erhob, es war schon drei Uhr Morgens.

Um 10.00 Uhr zelebrierte S.E. Bischof Bernard Fellay das Pontifikalamt zum Weihnachtsfest. In seiner Festpredigt erklärte er in ganz einzigartigen Worten das Geheimnis der Menschwerdung: Es ist für den menschlichen Verstand kaum fassbar, dass der unendlich erhabene Gott sich so sehr erniedrigt und ein ein Mensch, ein Kindlein wird.

Die Festpredigt anhören.

Es folgte das traditionelle Weihnachtskonzert, welches wie jedes Jahr "international" gestaltet wurde: Die Alpenländer (Österreich und Schweiz) begannen mit zwei Liedern, es folgten die Seminaristen aus Polen und Tschechien und natürlich gab auch der Chor der Seminaristen schöne Weisen zum Besten. Bei der Weihnachtserzählung wurde mancher Zuhörer zu Tränen gerührt, denn sie spiele zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und war ein ergreifendes Beispiel für den Frieden der Herzen, der Krieg und Angst besiegen kann.

Für die Gläubigen wie für die Seminaristen war mit einem Buffet und Punsch auch für das leibliche Wohl gesorgt. Mit der gemeinsamen Vesper fand das Hochfest Weihnachten seinen krönenden Abschluss. Die Seminaristen blieben noch einen Tag länger im Seminar, bis zum Fest des hl. Stefanus, um um nach dem Hochamt in die wohlverdienten Ferien zu fahren.