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30. Todestag von Pfarrer Milch

08. August, 2017

Am heutigen 8. August jährt sich zum dreißigsten Mal der Todestag von Pfarrer Milch aus Hattersheim, einem der großen Verteidiger des katholischen Glaubens und der Tradition.

Johannes Philipp Milch wurde am 17. März 1924 in Wiesbaden geboren, als jüngstes von drei Kindern einer protestantischen Familie. Sein Vater war Rechtsanwalt und Notar in Wiesbaden, seine Mutter stammte aus dem Raum Koblenz und war für ihn zeitlebens die entscheidende Bezugsperson, die er in ganz außerordentlichem Maße verehrte.

Hans Milch besuchte das humanistische Gutenberg-Gymnasium in seiner Heimatstadt und legte dort das Abitur ab. 1942 wurde er zum Militärdienst eingezogen und in Italien eingesetzt. Von März 1945 bis November 1946 befand er sich in Frankreich in amerikanischer Gefangenschaft, wo er einen katholischen Priester kennenlernte, der im Gefangenenlager die Heilige Messe zelebrierte. Mit ihm führt er intensive theologische Gespräche und konvertiert am 17. April 1946 zur katholischen Kirche.

1947 nahm er das Studium der Philosophie und Theologie an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt am Main auf und wurde am 8. März 1953 im Dom zu Limburg zum Priester geweiht. Als Kaplan war er zunächst in Lorch am Rhein, ab 1954 in Rennerod im Westerwald und schließlich ab 1957 im Dom zu Frankfurt am Main tätig.

Am 6. Januar 1962 wurde er in das Amt als Pfarrer von Hattersheim am Main eingeführt, das er bis zum 18. Oktober 1979 innehatte. Nach seiner Amtsenthebung baute er die Kapelle St. Athanasius in Hattersheim und führte vornehmlich in Mainz zahlreiche Glaubenskundgebungen durch.

Pfarrer Milch wurde am 8. August 1987 von dem psychisch Kranken in seiner Wiesbadener Wohnung mit zahlreichen Messerstichen ermordet und am 17. August im Beisein von etwa 1000 Gläubigen auf dem Wiesbadener Nordfriedhof beigesetzt.

Weitere Informationen und Predigten über und von Pfarrer Milch finden Sie auf der Website der ihm gegründeten Organisation actio spes unica.