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„Mutter der Gnade, wir kommen zu Dir“. Lichterprozession in München

15. Mai, 2018

Mit einer Lichterprozession und der Erneuerung der Weihe Bayerns an die Gottesmutter gedachten auch heuer wieder die Gemeinde der Kirche Patrona Bavariae und das Priorat St. Pius X. der Erhebung Mariae zur Schutzfrau Bayerns vor 101 Jahren.

Nach einem Hochamt in der Prioratskirche versammelten sich die etwa 140 Prozessionsteilnehmer – trotz Regenschauern und Blitz und Donner – am Fuße der Mariensäule im Herzen Münchens, wo Pater Helmut Trutt, der Prior, in seiner Ansprache an die jahrhundertelange enge Verbundenheit der Münchner und der Bayern insgesamt mit der Marienverehrung erinnerte. Als 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende war und die Mariensäule, die vor den Luftangriffen in Sicherheit gebracht worden war, wieder an ihrem Platz, zurückgebracht wurde, so Pater Trutt, hielt Kardinal Faulhaber eine Ansprache, in der er sagte: „Mutter der Gnade, wir kommen zu Dir, in der Tradition unserer Väter, Deinen Schutz anzurufen über die Stadt und ihre Bewohner“. Und weiter:“ Wenn es im Plane Gottes liegt, dass das Abendland und seine Kulturstätten sich erheben, dann lass die Baumeister der neuen Ordnung erkennen, dass nur Jesus der Grundstein dafür sein kann. Das sagt Christus von sich selbst“. Aber, fügte Pater Trutt hinzu, „das haben die Erbauer der neuen Ordnung in Brüssel vergessen, übersehen, ignoriert oder wollen es einfach nicht wahr haben, obwohl sie davon wissen“. Ohne Christus könne es keine Ordnung und keinen Frieden geben.

Kardinal Faulhaber hatte damals die „Madonna auf der Säule“ auch als Wahrzeichen sittlicher Hoheit und „Hohelied der Frauenehre“ „Standarte der Sauberkeit im öffentlichen Leben“ angesprochen“. Doch das, so Pater Trutt, seien Begriffe, die fast schon verlorengegangen seien: „Schauen wir uns die Werbung an, die aufreizende Mode, hören wir Botschaften des grassierenden Genderismus mit seinen propagierten Formen von freigelebter sexueller Begierde – Kardinal Faulhaber würde vielleicht nicht glauben, wie weit es in München nun nach über 70 Jahren gekommen ist, und er würde wieder sicher auf die Madonna auf der Säule hinweisen – Vorbild der Reinheit, der Frauenehre.“

PaterTrutt schloss seine Ansprache mit den gleichen Worten wie 1945 Kardinal Faulhaber: “Gib zusammen mit Deinem göttlichen Sohn den Muttersegen über Stadt und Land, über alle Häuser und Ruinen: Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib !“

Dann machten sich die Gläubigen betend und singend zur Lichterprozession auf den Weg durch die Straßen rund um den Marienplatz. Zurückgekehrt zur Mariensäule, folgte die Erneuerung der Weihe Bayerns an die Schutzfrau mit dem Versprechen: „Unter Deinem Schutzmantel geloben wir, alles zu tun, damit Christus König sei in unserem Land !“ Mit dem Lied „Großer Gott, wir loben Dich“ und der Bayernhymne „Gott mit Dir, Du Land der Bayern“ fand die Feier ihren Abschluss.