Fastenzeit 2018

DEN KREUZWEG UNSERES LEBENS MIT CHRISTUS GEHEN

 

Liebe Freunde und Wohltäter,

in der Fastenzeit sind wir eingeladen, dem Kreuzweg eine besondere Wertschätzung entgegenzubringen. Die Kirche gewährt uns unter den gewöhnlichen Bedingungen sogar täglich einen vollkommenen Nachlass aller Sündenstrafen für dieses Gebet. - Warum ist der Kirche der Kreuzweg so wertvoll? Ist es nicht die besondere Gnade dieses Gebets, dass wir bei Jesus lernen, auch den Kreuzweg unseres eigenen Lebens mit Geduld und Ergebung zu gehen?

Christus stellt uns in die Nähe Seines Kreuzes


Ein glühendes Vorbild hierfür ist uns der spanische Trappist Bruder Rafael, der 2009 heiliggesprochen wurde. Mit 23 Jahren trat er 1934 in die Abtei der Trappisten in Palencia ein, doch es war für ihn ein steiniger Weg. Gesundheitliche Gründe und die Einberufung zum Kriegsdienst zwangen ihn dreimal, das Kloster zu verlassen. Aber jedes Mal kehrte er zurück! Nachdem er voll Freude auf dem Krankenbett seine ewigen Gelübde ablegen durfte, starb er früh vollendet mit nur 27 Jahren. Er schrieb kurz vorher in sein Tagebuch: „Jetzt bin ich mir bewusst, dass Gott mich nicht verlässt oder prüft, sondern liebt. Gott führt mich an der Hand durch ein Land, in dem es Tränen, Krieg, Leid und Elend gibt. Er stellt mich in die Nähe des Kreuzes, und indem Er mich mit einem Blick auf all das hinweist, sagt Er mir: All das ist mein. Verachte es nicht!"

Das ist die Botschaft des Lebens von Bruder Rafael: Kreuz und Leid sind eine Beglaubigung der Liebe Gottes zu uns! Körperliche und seelische Leiden - und selbst der Tod - bekommen einen tiefen Sinn und einen ewigen Wert, wo sie angenommen und getragen werden. Es ist eine Gnadenstunde, vom Herrn in die Nähe Seines Kreuzes gestellt zu sein. - Wer kann diese Wahrheit den Menschen besser nahebringen als der Priester? Es ist seine Berufung, den Leidenden und Sterbenden am Krankenbett Jesus Christus zu sein.

Im Priester will Christus gerade den Kranken und Sterbenden nahe sein


Wie wichtig sind gerade in dieser Zeit Priester, die uns auf dem Kreuzweg unseres Lebens beistehen – bis hin zum letzten Kreuzweg, auf dem uns Gott der Vollendung entgegenführt! Am Sterbebett ist der Priester unersetzlich. Mithilfe der Sakramente vermittelt er den Seelen die nötigen Gnaden für den entscheidenden letzten Augenblick. Es ist wohl der schönste Erfolg, wenn es gelungen ist, eine Seele gut in die Ewigkeit hinüber zu geleiten. In den letzten Wochen erzählte mir ein junger Mitbruder ein solch bewegendes Ereignis: Er erfuhr unerwartet, dass es mit einer Gläubigen aus seiner Gemeinde zu Ende gehe. Er ließ sofort alles stehen und liegen und kam gerade noch rechtzeitig. Als er die letzten Gebete der Krankensalbung sprach, die alle Reste an Sündenschuld und Sündenstrafe hinwegnimmt und die Taufunschuld wiederherstellt, hauchte sie in Frieden ihre Seele aus. Sie schien nur noch darauf gewartet zu haben.

Leiden und Sterben aus Liebe - kann es eine schönere Krönung des Lebens geben, als Jesus darin ähnlich werden zu dürfen? Der willig angenommene Tod, so wie Gott ihn in seiner weisen Vorsehung für uns verfügt, ist das letzte Ganzopfer, in dem unser Leben eins wird mit dem erlösenden Opfer Christi.

St. Josef in Weihungszell – eine Perle unseres Distrikts


Unser Seniorenheim St. Josef im schwäbischen Weihungszell hat in diesem Zusammenhang für unseren Distrikt eine ganz besondere Bedeutung. Wo gibt es das noch: Ein Haus, in dem rund um die Uhr ein Priester verfügbar ist, wo Ordensschwestern den Alten und Kranken ihr Ohr schenken, den Sterbenden beistehen und wo die tägliche Hl. Messe und das Rosenkranzgebet selbstverständlich sind? 80 Menschen können hier intensiv aus dem Glauben leben. Sie finden hier ein Zuhause, wo sie sich würdig auf die Ewigkeit vorbereiten können.

Wir sind sehr darum besorgt, nicht mit in den Strudel des Mainstreams zu geraten, der in der Pflege fast nur mehr die leiblichen Bedürfnisse der Heimbewohner in den Blick nimmt, ihre geistliche Betreuung aber außer Acht lässt. Der Mensch lebt doch „nicht vom Brot allein“, sondern „von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt!“ (Lk 4,4).

Um dauerhaft den seelsorglichen Charakter des Hauses zu schützen und zu fördern, war es eine Grundsatzentscheidung, das Seniorenheim um eine Prioratsgemeinschaft und eine Schwesternklausur zu erweitern. Fünf Priester, zwei Brüder und vier Schwestern haben jetzt hier ihr Domizil. Der Distrikt finanzierte dies durch Aufnahme eines Bankdarlehens. Unsere aktuelle Sorge: Dessen verbliebener Rest ist in diesem Frühjahr zur Rückzahlung fällig. Bis April benötigen wir noch 240 000 € für die Ablösung dieses Darlehens. - Heiliger Josef, hilf!

Leider zwingen uns gerade jetzt neue behördliche Vorgaben für 2019 zu weiteren Investitionen in Umbaumaßnahmen, von deren Umsetzung die Betriebserlaubnis abhängt. Durch diese unglückliche Situation fällt uns die Ablösung des Darlehens besonders schwer. Wir sehen keinen anderen Ausweg, als uns vertrauensvoll auch an Sie zu wenden. Bitte helfen Sie uns im Rahmen Ihrer Möglichkeiten! Mit einem Fastenopfer sichern Sie den im deutschen Sprachraum wohl einzigartigen geistlichen Charakter unseres Seniorenheims für die Zukunft.

Uns spornt das Wort des Herrn an: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Können wir einem Menschen eine größere Barmherzigkeit erweisen, als den letzten Kreuzweg seines Lebens mit ihm zu gehen? Durch Ihr Fastenopfer ermöglichen Sie es uns, auch weiterhin dieses Apostolat an den Kranken und Sterbenden auszuüben.

„Selig die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!“ Im Vertrauen auf dieses Versprechen des Herrn möchten wir Ihnen im Voraus ein ganz herzliches Vergelt`s Gott sagen! Dankbar empfehlen wir Sie täglich im Gebet unserem großen Schutzpatron, dem hl. Josef.

Mit priesterlichen Segensgrüßen,

Ihr Pater Firmin Udressy

 

PS: Bitte helfen Sie unserem Seniorenheim St. Josef mit Ihrem Fastenopfer!

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Zweck: Fastenopfer